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Backen wie Gott in Frankreich

Buchtipp In einem Land, in dem bereits der Nachname des Staatspräsidenten nur einen Buch­staben entfernt von der typischen französischen Köstlichkeit Macaron liegt, gehört Süsses zu jeder Mahlzeit dazu. «Es gibt kein französisches Essen, das nicht mit einem Dessert endet», erklärt Buchautorin Murielle Rousseau.

Die heute als klassisch geltende Abfolge in Form eines Drei-Gänge-Menüs sei dagegen gar nicht so urfranzösisch wie man landläufig meine. Bis zur Herrschaft Ludwig IVX seien in Paris alle Speisen gleichzeitig auf den Tisch gekommen. Ein Menü mit verschiedenen Gängen sei erst mit dem Einfluss des russischen Hofs aufgekommen.

Rousseaus Buch «Paris Patisserie – Backen wie Gott in Frankreich» enthält 65 Dessertrezepte von einfach bis sehr aufwändig. Das Werk ist eine Mischung aus Kochbuch und Dessert-Reiseführer durch die besten Patisserien, Cafés und Bäckereien der französischen Hauptstadt. Da die Autorin in Paris aufgewachsen ist und aus einer sehr kochfreudigen Familie stammt, sind die Rezepte eine Mischung aus Familienschatz und eigenen Weiterentwicklungen. Einige der Rezepte, die Murielle Rousseau vorstellt, machen optisch sowie geschmacklich viel her und sind doch überraschend einfach nachzumachen.

Luxemburgerli selber machen

Dazu gehören die bereits erwähnten Macarons in allen Variationen, in der Schweiz bekannt als Luxemburgerli. Ihre Grundmasse besteht aus Eischnee, gemahlenen Mandeln und Puderzucker. Aber auch das Backen einer Tarte (= flacher Kuchen) bzw. ihrer kleinen Schwestern, den Tartelettes, ist kein Hexenwerk. Der Boden dieser Köstlichkeit besteht im Prinzip aus einem Mürbeteig, der nach dem Kneten erst einmal einige Stunden in den Kühlschrank muss. Erst danach wird er auf die typischen Tartelette-Förmchen verteilt. Alternativ eignen sich übrigens auch die geriffelten feuerfesten Keramikförmchen, die man für Crème brûlée benutzt.

Die Fotos von Marie Preaud zeigen die Köstlichkeiten aus den 85 Locations, durch die sich die Autorin während diverser Paris-Besuche durchgefuttert hat, ­quasi als Ausgehtipp für alle, die ­zufällig in Paris sind, oder Figur­bewusste, die sich mit dem kalorienarmen Blick auf die Tarte au chocolat zufriedengeben. ­Besonders schick wirkt das edel-schlichte Recyclingpapier in Kombination mit der modernen Bildsprache und dem Layout. Auch als E-Book erhältlich, aber gedruckt natürlich opulenter.

Geraldine Friedrich

Hinweis

Murielle Rousseau/Marie Preaud: «Paris Patisserie – Backen wie Gott in Frankreich», Christian-Verlag, München, 224 Seiten, Fr. 35.90

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