Bahnen nutzen knappe Schienenkapazitäten besser

Weil wegen der unterbrochenen Gotthardbahnlinie für Güterzüge im Alpentransit die Kapazitäten knapp geworden sind, arbeiten Bahnunternehmen zusammen. Dies soll zu einer besseren Auslastung der Trassen führen und einem Imageverlust der Bahn entgegenwirken.

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Zusammengefunden haben sich die SBB, die BLS, die Betreiberin der rollenden Autobahn, RAlpin, und der Kombi-Operateur Hupac. (Bild: Keystone)

Zusammengefunden haben sich die SBB, die BLS, die Betreiberin der rollenden Autobahn, RAlpin, und der Kombi-Operateur Hupac. (Bild: Keystone)

Zusammengefunden haben sich die SBB, die BLS, die Betreiberin der rollenden Autobahn, RAlpin, und der Kombi-Operateur Hupac. Sie hätten zusätzliche Kapazitäten schaffen können, so dass ein grosser Teil der Transitnachfrage durch Umleitungen via Lötschberg abgedeckt werden könne, teilten sie mit.

RAlpin fährt mit weniger Lastwagenzügen über die Lötschberg- Achse. Damit gebe es mehr Platz für die unbegleiteten Gütersendungen, die zwingend auf die Schiene angewiesen seien. Auch die Lötschberg-Bergstrecke wird genutzt. Die BLS Cargo stellt allen Bahnunternehmen Schiebedienste zur Verfügung. Die SBB Cargo International hilft an der Grenze mit zusätzlichen Rangierteams aus.

Nicht genutzte Kapazitäten sollen vermieden werden. Hupac steuere das Verkehrsvolumen so, dass eine maximale Auslastung der Züge erreicht werde, heisst es in der Mitteilung. Ferner soll verhindert werden, dass der Transport gefährlicher Güter auf die Strasse ausweicht. Auf der Rola würden Gefahrenguttransporte priorisiert, teilten die Bahnunternehmen weiter mit. Auch mit den Bahnen im Ausland gibt es eine intensive Zusammenarbeit. Die Züge, die via Lötschberg verkehren, müssen in Deutschland und Italien über einen Anschluss verfügen.

Forderungen der Bahnen

SBB, BLS, RAlpin und Hupac sprechen von Schäden in Millionenhöhe, die der Felssturz am Gotthard verursache. Zudem drohe ein Vertrauensverlust und eine Rückverlagerung des Güterverkehrs auf die Strasse.

Die aktuelle Situation zeigt gemäss den Unternehmen, dass das Bahnsystem über Reserven verfügen muss, um im Notfall funktionieren zu können. Der Güterverkehr müsse zumindest in Teilen von einer auf eine andere Strecke ausweichen können, fordern sie. Die Kapazitätserhöhung müsse auf allen Transitachsen ausgebaut werden.

SBB, BLS, RAlpin und Hupac fordern ferner ein internationales Baustellen- und Infrastrukturmanagement. Zeitgleiche Bauarbeiten an mehreren Transitachsen, wie diesen Sommer am Simplon und Brenner, seien ein Risiko. Erschwerend seien ferner die unterschiedlichen Strom- und Sicherungssysteme.

sda