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Bastelspass trifft Videospiele

Der japanische Videospielgigant erregt Aufsehen mit einer neuartigen Idee: Nintendo Labo. Diese verbindet Bastelsets aus Karton mit der Spielkonsole Switch.
Federico Gagliano, Frankfurt
Bild: Federico Gagliano

Bild: Federico Gagliano

Federico Gagliano, Frankfurt

Nintendo mag heutzutage ein ­Synonym für Videospiele sein, doch das japanische Unternehmen begann seine Laufbahn als Hersteller von Spielkarten und später von anderen Spielwaren. Mit ihrem neuesten Projekt namens Nintendo Labo baut die Firma auf ihren Wurzeln auf und verbindet sie mit ihrer aktuellsten Konsole Nintendo Switch. In Frankfurt wurde Labo gestern der Presse vorgestellt.

Bei Labo handelt es sich um Bastelsets aus Karton, mit denen man verschiedene Objekte, sogenannte Toy-Cons, bauen kann. Diese werden durch den Bildschirm der Switch oder deren Controller, die Joy-Cons, ergänzt. Die beigelegte Switch-Software hilft beim Bauen und enthält auch die Spiele. Die einfacheren Toy-Cons sind innerhalb weniger Minuten gebaut, die komplexeren dauern über eine Stunde. Viele davon nutzen den Infrarot­sensor und die Kamera des rechten Joy-Cons, um besondere Funktionen auszulösen. Das Grundset erscheint am 27. April und umfasst folgende Objekte:

1. Ein ferngesteuertes Auto, das eher an einen Käfer erinnert und dank der Vibrationen der darangehefteten Joy-Cons auf glatten und flachen Oberflächen gesteuert werden kann. Dank der eingebauten Kamera im rechten Joy-Con kann das Auto nicht nur In­frarot-Aufnahmen auf die Switch übertragen, sondern auch einen Gegenstand oder ein Lebewesen erkennen und diesem folgen.

2. Ein Motorradlenker mit Anlasser, Bremse und Hupe. Mit dem rechten Griff wird Gas gegeben. Um zu lenken, lehnt man sich in die entsprechende Richtung. Der Switch-Bildschirm wird am Lenker befestigt, wo man die Rennstrecke sieht. Auch hier wird der Infrarotsensor genutzt: Gescannte Objekte werden in eine Rennstrecke verwandelt, auf der man frei rasen kann.

3. Ein Klavier mit 13 Tasten, deren Tastenbewegungen durch reflektierende Klebestreifen vom Infrarotsensor erkannt werden. Durch verschiedene Schrauben können unterschiedliche Töne erzeugt werden. Melodien können aufgezeichnet und später wieder bearbeitet werden.

4. Eine Angel, bei der eine Schnur zu einem Gehäuse führt, in dem der Bildschirm sitzt. Dort sieht man verschiedene Fische, die man per Kurbel an Land ziehen kann. Eigene Fische können entworfen und im Spiel zum Leben erweckt werden.

5. Ein Haus, in dem der Bildschirm eingelegt wird. Darin sieht man ein kleines Wesen, mit dem man mit Knöpfen, Kurbeln und Schaltern interagieren kann. Zusätzlich kann man Minispiele mit ihm spielen.

Ein zweites Set, mit dem man sich in die Rolle eines riesigen Kampfroboters versetzen kann, ist um einiges aufwendiger als die anderen Labo-Spielsachen: Spieler müssen einen Rucksack, ein Visier und Schlaufen um Füsse und Hände anlegen, damit ihre Bewegung ins Spiel übertragen werden. Die Form des Roboters kann durch das Wechseln der Körperhaltung verändert werden. Streckt man beispielsweise die Arme aus, kann er fliegen. Zusätzlich zu den Sets ist ein Paket mit Verzierungen für die Kartonmodelle erhältlich.

Individuelle Modelle programmierbar

Labo zielt laut Nintendo eher auf jüngere Fans und Familien ab. Mehrwert liefert der Werkstattmodus: Dieser erlaubt es, alle Funktionen der Switch und der Joy-Cons selber zu programmieren. Kombiniert man diese Systeme mit den vorhanden Toy-Cons, eigenen Kartonkreationen oder alltäglichen Gegenständen, können ganz eigene Spiele entworfen werden. Das Konzept erinnert an Lego Mindstorms zum Entwurf kleiner Lego-Roboter.

Am meisten Sorgen bereitet die Stabilität der Kartonspielzeuge. Nintendo versichert, dass die Toy-Cons einiges aushielten und sich die Kartonteile leicht mit Klebeband oder anderen Kartonstücken reparieren liessen. An der Präsentation in Frankfurt waren auch Kinder dabei. Diese gingen sehr behutsam mit Labo um – fraglich ist, ob das zu Hause auch so sein wird.

Federico Gagliano, Frankfurt

Nintendo mag heutzutage ein ­Synonym für Videospiele sein, doch das japanische Unternehmen begann seine Laufbahn als Hersteller von Spielkarten und später von anderen Spielwaren. Mit ihrem neuesten Projekt namens Nintendo Labo baut die Firma auf ihren Wurzeln auf und verbindet sie mit ihrer aktuellsten Konsole Nintendo Switch. In Frankfurt wurde Labo gestern der Presse vorgestellt.

Bei Labo handelt es sich um Bastelsets aus Karton, mit denen man verschiedene Objekte, sogenannte Toy-Cons, bauen kann. Diese werden durch den Bildschirm der Switch oder deren Controller, die Joy-Cons, ergänzt. Die beigelegte Switch-Software hilft beim Bauen und enthält auch die Spiele. Die einfacheren Toy-Cons sind innerhalb weniger Minuten gebaut, die komplexeren dauern über eine Stunde. Viele davon nutzen den Infrarot­sensor und die Kamera des rechten Joy-Cons, um besondere Funktionen auszulösen. Das Grundset erscheint am 27. April und umfasst folgende Objekte:

1. Ein ferngesteuertes Auto, das eher an einen Käfer erinnert und dank der Vibrationen der darangehefteten Joy-Cons auf glatten und flachen Oberflächen gesteuert werden kann. Dank der eingebauten Kamera im rechten Joy-Con kann das Auto nicht nur In­frarot-Aufnahmen auf die Switch übertragen, sondern auch einen Gegenstand oder ein Lebewesen erkennen und diesem folgen.

2. Ein Motorradlenker mit Anlasser, Bremse und Hupe. Mit dem rechten Griff wird Gas gegeben. Um zu lenken, lehnt man sich in die entsprechende Richtung. Der Switch-Bildschirm wird am Lenker befestigt, wo man die Rennstrecke sieht. Auch hier wird der Infrarotsensor genutzt: Gescannte Objekte werden in eine Rennstrecke verwandelt, auf der man frei rasen kann.

3. Ein Klavier mit 13 Tasten, deren Tastenbewegungen durch reflektierende Klebestreifen vom Infrarotsensor erkannt werden. Durch verschiedene Schrauben können unterschiedliche Töne erzeugt werden. Melodien können aufgezeichnet und später wieder bearbeitet werden.

4. Eine Angel, bei der eine Schnur zu einem Gehäuse führt, in dem der Bildschirm sitzt. Dort sieht man verschiedene Fische, die man per Kurbel an Land ziehen kann. Eigene Fische können entworfen und im Spiel zum Leben erweckt werden.

5. Ein Haus, in dem der Bildschirm eingelegt wird. Darin sieht man ein kleines Wesen, mit dem man mit Knöpfen, Kurbeln und Schaltern interagieren kann. Zusätzlich kann man Minispiele mit ihm spielen.

Ein zweites Set, mit dem man sich in die Rolle eines riesigen Kampfroboters versetzen kann, ist um einiges aufwendiger als die anderen Labo-Spielsachen: Spieler müssen einen Rucksack, ein Visier und Schlaufen um Füsse und Hände anlegen, damit ihre Bewegung ins Spiel übertragen werden. Die Form des Roboters kann durch das Wechseln der Körperhaltung verändert werden. Streckt man beispielsweise die Arme aus, kann er fliegen. Zusätzlich zu den Sets ist ein Paket mit Verzierungen für die Kartonmodelle erhältlich.

Individuelle Modelle programmierbar

Labo zielt laut Nintendo eher auf jüngere Fans und Familien ab. Mehrwert liefert der Werkstattmodus: Dieser erlaubt es, alle Funktionen der Switch und der Joy-Cons selber zu programmieren. Kombiniert man diese Systeme mit den vorhanden Toy-Cons, eigenen Kartonkreationen oder alltäglichen Gegenständen, können ganz eigene Spiele entworfen werden. Das Konzept erinnert an Lego Mindstorms zum Entwurf kleiner Lego-Roboter.

Am meisten Sorgen bereitet die Stabilität der Kartonspielzeuge. Nintendo versichert, dass die Toy-Cons einiges aushielten und sich die Kartonteile leicht mit Klebeband oder anderen Kartonstücken reparieren liessen. An der Präsentation in Frankfurt waren auch Kinder dabei. Diese gingen sehr behutsam mit Labo um – fraglich ist, ob das zu Hause auch so sein wird.

Bild: Federico Gagliano

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