BEGEGNUNG: Waldi & Harry: Das Protokoll des Lachens

Waldemar Hartmann (60) und Harald Schmidt (51) – wie erstmals in Turin vor zwei Jahren klopfen sie auch hier aus Peking für die ARD einen Olympiaspruch nach dem anderen.

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Teetime mit Zisch: Die TV-Stars Waldemar Hartmann (links) und Harald Schmidt im Hotel Kempinski in Peking. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Teetime mit Zisch: Die TV-Stars Waldemar Hartmann (links) und Harald Schmidt im Hotel Kempinski in Peking. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Waldi&Harry, so der Sendetitel, sind beide zum ersten Mal in China. Am Donners­tag nahmen sie sich im Deutschen Gästehaus, dem Nobelhotel Kempinski, Zeit für uns. 

Bei Jasmin- (Harry, zum 2. Mal an Olympia) und Schwarztee (Waldi, zum 10. Mal an Olympia) war dies eine gestrichene Stunde, nach der man flachliegt vor Lachen.

Hier das zuweilen natürlich nicht immer ganz Ernst zu nehmende Protokoll dieses exquisiten Treffens:

  • Harry über China:«Das, was ich vor lauter Arbeit zu sehen bekomme, finde ich toll. Man ist allerdings voll und ganz auf die Übersetzer angewiesen. Ich kann keine Strassenschilder lesen und zeige im Restaurant auf Fotos?»  
  • Waldi über China:«Ich dachte, ich lande in Disneyland. Millionen von Fahrrädern? Ich sehe fast keine. Ich erlebe eine Boom-Stadt ohne Ende, es ist nicht anders als in New York.»  
  • Harry über die Absenz von Angela Merkel an der Eröffnungsfeier:«Das hat keiner gemerkt, denn es waren ja sonst alle da. Und aus Deutschland dafür Gerhard Schröder. Ach ja, der hat ja jetzt als Continental-Berater gerade noch einen neuen Job angenommen. Sehr gut: Presse, Gas, Reifen – das passt doch alles zusammen. Gas geben, sagt man dem!»  
  • Waldi über Schröder:«Wir hatten einen netten Plausch in der Sendung mit ihm. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, ist er ein Fan von uns.» Harry ergänzt: «Ja, ja, er hats zwar nicht gesagt, aber ich habe es in seinen Augen gelesen?»  
  • Harry über die deutsche Medaillenbilanz bisher:«Unsere Verantwortlichen erwarten Platz 6 in der Rangliste der Nationen – das haut hin. 13 Goldmedaillen waren es in Sydney und in Athen – ich meine, das kommt auch hin. Viel glaube ich aber, kommt nicht mehr.»  
  • Waldi über den FC Luzern:«Oh, wie geht?s ihm denn?» Schlecht, Tabellenletzter, Sforza weg. Waldi: «Was, der Ciri ist weg? Oje, tut mir leid. Kopf hoch, Jungs! Ich nehme die Einladung für DJ BoBo an ein Spiel von euch jetzt bald einmal an.»  
  • Harry über die Schweizer Bilanz:«Ich habe mich wie ein kleines Kind über das Tennis-Gold von Roger Federer mit Stanislas Wawrinka gefreut. Denn Federer ist mein Lieblingssportler. Super-sympathisch, souverän! Gut, dass er mit Nadal derzeit einen ebenbürtigen Konkurrenten hat, dann ist das nicht so ein Zusammenbruch: Gegen einen Nadal, na ja, da kann man schon Mal die Nummer 1 abgeben?»  
  • Waldi, der seit acht Jahren in Chur lebt, über Christoph Blocher:«Den fand ich eigentlich immer gut – weil ich schon drin war in der Schweiz?»  
  • Harry über Adolf Ogi:«Aber hallo, den kenn ich doch! Er war zwei Mal Präsident und ich schon in seinem Heimatort Kandersteg in den Ferien. Die Schweiz ist meine Lieblings-Feriendestination, war auch schon in Lenk, Kandersteg und dreimal in Luzern.» Grinsend fügt er an: «Und der Flugplatz in Lugano ist eine der steilsten und damit angenehmsten Landeanflüge in Europa.»
  • Harry über den besten Spruch von Waldi:«Ich will mich noch auf die Sendung vorbereiten!» Und über die personelle Präsenz von ARD und ZDF hier: «650 zuviel und 5 zuwenig.» Waldi dazu: «Gut, Harry, dass du das gesagt hast – und nicht ich.»

André Häfliger, Peking