Behörden vermuten blinde Passagiere

Nach der Tragödie des Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» vermuten die Behörden inzwischen, dass sich mehrere blinde Passagiere an Bord befunden haben könnten. Eine am Sonntag entdeckte Leiche einer Ungarin ist nicht in den offiziellen Listen eingetragen gewesen.

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Schaulustige verfolgen die Bergungsarbeiten. (Bild: Keystone)

Schaulustige verfolgen die Bergungsarbeiten. (Bild: Keystone)

Vier weitere Leichen seien bisher ebenfalls nicht identifiziert worden, anhand der Passagierlisten sei dies nicht möglich. Wegen dieser Ungenauigkeiten müsse noch von mindestens 24 Vermissten ausgegangen werden.

Am Sonntag war im verunglückten Schiff von Tauchern eine 13. Leiche entdeckt worden. Unter den bereits identifizierten Opfern sind nach Angaben von Carabinieri-Kommandant Rocco Carpenteri ein Deutscher, vier Franzosen - darunter ein Ehepaar - und je ein Mann aus Italien, Spanien und Ungarn.

Geologe Nicola Casagli von der Universität Florenz sagte, das Schiff sei in der Nacht zum Sonntag teilweise einen Zentimeter pro Stunde abgerutscht. Am Tag wurde diese Bewegung fast komplett gestoppt. «Wir wissen nicht, warum sich das Schiff bewegt hat», sagte Casagli.

sda