BENEFIZ-GOLFTURNIER IN DAVOS: Yakin verdaut das 0:4 an Benefiz-Golfturnier

Am Sonntag liefs für Hakan Yakin und Rolf Fringer nicht nach Wunsch: 0:4 verloren die Luzerner gegen den FC Zürich. Am Mon­tag hatten die beiden wieder Grund zum Lachen.

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Murat und Hakan Yakin begrüssen Robert Federer (von rechts). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Murat und Hakan Yakin begrüssen Robert Federer (von rechts). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Bei herrlichem Sommerwetter und 28 Grad im Schatten spielten FCL-Star HakanYakin und sein Trainer RolfFringer an ihrem einzigen freien Wochentag, am 4. «Gofus»-Benefizturnier.

«Gofus» steht für Golf und Fussball und ist eine Hilfsorganisation, die von Hakans Bruder, Thun-Trainer Murat Yakin, ins Leben gerufen wurde. 80 000 Franken spielten Prominente dieses Jahr für die Federer-Fondation, Adolf Ogis Swisscor-Ferienlager für kriegs­geschädigte Kinder und für die McDonald?s-Kinderstiftung «Happy Day» ein.

Yakin begann in Katar
«Etwas Ablenkung beim Golfen kommt mir jetzt gerade recht», freute sich Fringer, der «mit einigen Unterbrüchen» seit zehn Jahren den Golfschläger schwingt – aktuell immerhin mit dem ansehnlichen Handicap 15.

Erst vor einem Jahr hat Hakan Yakin begonnen, als er noch in Katar Fussball spielte. «Was willst du in Katar anderes machen, wenn du so viel freie Zeit hast?», schmunzelte Yakin, der wie Ex-Miss Schweiz 2001 Jennifer Ann Gerber bereits die erste offizielle Golf-Anerkennung, also die Platzreife, besitzt. Gerber erschien in Begleitung ihres Freundes Francesco Nucera.

Zusammen mit Ulli Forster, der Mutter von Bond-Regisseur Marc Forster, gehörte sie zu den prominenten Spielerinnen am Start. Handicap-16-Spielerin Forster ist seit 15 Jahren auf dem Golfplatz anzutreffen: «Damals hängte ich den Tennissport an den Nagel.»

Das kann vielleicht sogar Robert Federer verstehen, selber leidenschaft­licher Handicap-18-Golfer. Beim herzlichen Handschlag mit Hakan Yakin und dessen Bruder Murat, der mit Thun am Wochenende ebenfalls verlor, hatte der Vater von Roger Federer alles andere als eine Niederlage zu verdauen, sondern natürlich vielmehr den Cincinnati-Sieg seines Sohnes zu feiern.

Wer aber wird diese Saison in der Schweizer Fussball-Meisterschaft triumphieren? Für Fringer, den früheren Bundesrat Adolf Ogi und Stadion­bauer Bruno Marazzi ist klar: «Die Berner Young Boys.» Gerber, Ex-Skistar Conradin Cathomen und die deutsche Goalie-Legende Sepp Maier (Handicap 6!) setzen abermals auf den FC Zürich. Und Eishockey-Legende Renato Tosio glaubt noch an den FC Basel: «Aber nur, wenn die Bebbis bald einmal erwachen.» Alain Suter («Ich bin doch kein Prophet») und Paul Accola wagen dagegen keine Prognose.

Accola traf Autoscheibe
Umso mehr Power hatte Accola indes bei einem Abschlag: Auf dem Parkplatz traf er exakt die Frontscheibe des Autos von Davos-Clubpräsident Patrik Wagner.

Und den Spruch des Tages lieferte Dirk Krüssenberg: Der ehemalige Torhüter von Fortuna Düsseldorf sagte schulterklopfend zu Hakan Yakin: «Weisst du, mein lieber Freund, ich war nie Fussballer. Ich war Torwart.»

André Häfliger