BERN: Prix Montagne geht an Lawinenschutz-Firma und ein Pfadi-Zentrum

Der mit 40'000 Franken dotierte Prix Montagne geht dieses Jahr an die Firma Wyssen Avalanche Control. Das Unternehmen aus dem Berner Oberland stellt Software und Applikationen für den Lawinenschutz her. Den Publikumspreis erhält das Internationale Pfadfinderzentrum in Kandersteg.

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Bild: Screenshot Video SDA

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Die Hightechfirma habe mit innovativen Ideen und unermüdlichem Einsatz weltweit Erfolg und schaffe dabei im Berggebiet Arbeitsplätze, wird Jury-Präsident Bernhard Russi in der Mitteilung vom Montag zitiert. Die Schweizer Berghilfe und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berghilfe verleihen deshalb dem Unternehmen Prix Montagne.

Wyssen Avalanche Control aus Reichenbach BE bietet Lawinendetektionssysteme, Softwarelösungen und Dienstleistungen zur Sicherung von Verbindungsstrassen, Eisenbahnlinien oder Skipisten an. Wichtiges Projekt ist der Lawinensprengmast, der im Gelände verankert ist und via Tablet, Computer oder Smartphone kontrolliert Lawinen auslösen kann.

Publikum wählt Pfadfinderzentrum

Erstmals verliehen wird 2017 der mit 20'000 Franken dotierte Publikumspreis. Er geht an das Internationale Pfadfinderzentrum Kandersteg. Rund 4200 Menschen hätten an der Abstimmung teilgenommen dieses zum Siegerprojekt gekürt, heisst es weiter. Dank dem Zentrum bevölkerten jährlich Tausende junge Menschen das Dorf und würden so vielen lokalen Gewerbetreibenden zu einem Aufschwung verhelfen.

Der Prix Montagne wird seit 2011 jährlich an «wirtschaftlich erfolgreiche Projekte und Unternehmen aus dem Berggebiet» vergeben, die einen Beitrag zur Wertschöpfung, zur Beschäftigung und zur ökonomischen Vielfalt leisteten. Dieses Jahr seien 26 Projekte eingereicht worden.

sda