BERN / ZÜRICH: Innerschweizer Künstler gestaltet Zürcher Feuerwerk

Bei Glockengeläute, Glühwein und Champagner haben in der Schweiz Hunderttausende in der Nacht auf Donnerstag das neue Jahr begrüsst. Auf öffentlichen Plätzen wurde gefeiert und angestossen. In Zürich stieg ein mächtiges Feuerwerk des Innerschweizers Manuel Hirt in den sternenklaren Himmel.

Drucken
Teilen
Farb- und Lichtspiel der Feuerwerke in der Schwiez verzücken Jahr für Jahr viele Zuschauer. (Symbolbild Keystone / Georgios Kefalas)

Farb- und Lichtspiel der Feuerwerke in der Schwiez verzücken Jahr für Jahr viele Zuschauer. (Symbolbild Keystone / Georgios Kefalas)

120'000 Menschen haben rund ums Seebecken in der Zürcher Innenstadt das neue Jahr in Empfang genommen. In anderen Jahren waren jeweils 200'000 Personen gekommen. Dieses Jahr war es zu kalt. Nachdem alle angestossen hatten, stieg 20 Minuten nach Mitternacht das traditionelle Feuerwerk in den Himmel - bunte Lichter glitzerten bei bester Sicht vor der tief verschneiten Kulisse. Das gut 15-minütige Feuerwerk wurde von drei Lastschiffen aus gezündet. Verantwortlich war erneut der Innerschweizer Feuerwerkskünstler Manuel Hirt. Jeder der rund 1500 Feuerwerkskörper war von Hand in ein Kanonenrohr gesteckt worden.

In Luzern findet nicht am Silvesterabend, sondern am ersten Tag des neuen Jahres ein Feuerwerk statt. Abends um 20.00 Uhr ist dieses über dem inneren Seebecken zu sehen.

Anstossen auf dem Münsterplatz

In Bern stieg im Gegensatz zu Zürich kein offizielles Silvester-Feuerwerk in den Nachthimmel. Tausende von Bernerinnen und Bernern versammelten sich gemäss einem inoffiziellen Brauch auf dem Münsterplatz, um beim Glockengeläut auf das neue Jahr anzustossen. Die zwölf Glockenschläge um Mitternacht führte die Münster-Turmwartin mit dem Schlaghammer auf die Burgerglocke aus, danach wurde das neue Jahr mit dem imposanten Vollgeläut bis 00.15 Uhr eingeläutet.

In Basel stieg zum 15. Mal ein Feuerwerk über dem Rhein. Trotz einiger Nebelschleier sei die Sicht auf die Buketts gut gewesen, sagte der für das Feuerwerk zuständige Daniel Abbühl auf Anfrage. Mehrere zehntausend Menschen waren nach Angaben der Kantonspolizei gekommen, um das Feuerwerk zu sehen. In den zwei Stunden vor und nach dem Jahreswechsel luden die Organisatoren des Feuerwerks der Bevölkerung zudem zum kostenlosen Glühwein. Zwischen 23.45 und 23.55 Uhr läutete die grosse Glocke des Martinsturms das alte Jahr aus. Kurz darauf erfolgte das Einläuten des neuen Jahres traditionsgemäss mit allen Glocken der Stadt. Eine Viertelstunde nach Mitternacht fand im Basler Münster ein Gottesdienst statt.

In St. Gallen feierten rund 4500 Personen friedlich auf und um den Klosterplatz, wie die Stadtpolizei mitteilte.

Feuerwerk am Genferseebecken

In Lausanne erglüht seit 1904 in der Silvesternacht die Kathedrale. Bengalische Feuer, die um Mitternacht angezündet werden, lassen den Glockenturm der Kathedrale aussehen, als stünde er in Flammen. In Genf bewunderten die Feierenden eine Installation mit über 1300 Feuern im Quartier Pâquis sowie Feuerwerke am Genferseebecken. Auf dem Platz vor der Kirche wurden schon vor Mitternacht Glühwein, Champagner und Tee ausgeschenkt. Tausende finden sich jeweils zu der traditionellen Feier ein. Ebenfalls vor Mitternacht wurde in der Kathedrale ein Orgelkonzert gegeben.

In Genf warfen sich am Donnerstag fast hundert Unentwegte zum 21. Neujahrsschwimmen in den 8 Grad kalten See. Die Lufttemperatur betrug 2 Grad. Nach Angaben der Organisatoren beteiligen sich jedes Jahr mehr Menschen an dem Anlass.

sda/spe