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Bier für die Arbeiter

Zeitgeschichte In den 70er-Jahren belieferten die Brauereien Baustellen mit Bier. Was zu Unfällen führte. «Heute unvorstellbar, der Suva sei Dank, die Sicherheitsnormen am Arbeitsplatz einführte», sagt Jürg Niggli, Geschäftsleiter der Stiftung Suchthilfe. Auch in grossen Firmen wie Saurer Arbon, dem einst schweizweit wichtigsten Hersteller von schweren LKW, war es früher üblich, bei der Arbeit und schon morgens zu trinken. Ein ehemaliger Maschinenschlosser erinnert sich: «Viele Frauen standen am Zahltag vor dem Firmen­gelände, um ihre Männer ab­zuholen, bevor diese den Lohn ins Wirtshaus tragen konnten.» Auch in den Teppichetagen wurde gebechert. In den 70ern waren Gin, Whisky und Stumpenrauchen angesagt, in den 80ern lag Irish Coffee im Trend. In manchen Branchen – etwa im Jour­nalismus – gehörte das Ange­schickertsein fast zum Berufsstand. In Fernsehsendungen wie dem «Club» qualmten die Gäste und nippten an Drinks. Einige Arbeiter tranken in der Dorfbeiz in den 80ern schon zum Znüni ein Zweierli Roten. Heute ist es für viele unvorstellbar, am Mittag Rotwein zu ordern. «Der Alkohol hat sich aus der Ar­beitswelt verflüchtigt und in die Freizeit ver­lagert», sagt Jürg Niggli. (mem)

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