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BUNDESGERICHT: 270 km/h: Raser wird wegen zufällig entdecktem Handyvideo verurteilt

Ein Raser ist wegen eines Handyfilmes seines Kollegen aufgeflogen. Das Video dokumentiert Tempoexzesse, die ihn unter anderem mit 270 km/h über die Autobahn brettern liessen. Das Bundesgericht hat jetzt die Strafe gegen ihn bestätigt.
50er-Zone in Mosen: Der 19-Jährige Raser war mehr als doppelt so schnell unterwegs. (Symbolbild: Archiv LZ)

50er-Zone in Mosen: Der 19-Jährige Raser war mehr als doppelt so schnell unterwegs. (Symbolbild: Archiv LZ)

Den Temporekord eines Genfers, der im Oktober 2011 mit 320 km/h über die Autobahn A1 bretterte, hat er nicht gebrochen. Der Mann drückte aber auch ordentlich aufs Gaspedal, und zwar gleich mehrfach:

  • Am 26. Januar 2012 fuhr er am späteren Nachmittag ausserorts mit 170 km/h durch die Gegend.
  • Am 28. Februar 2012 schraubte er den Tacho auf der A 16 im Kanton Jura auf 230 km/h hoch.
  • Am 9. März 2012 erreichte er auf der A 16 sogar 270 km/h.

Ans Licht gekommen sind die Tempoexzesse des Mannes durch Zufall: Die jurassischen Strafverfolgungsbehörden entdeckten sie, als sie das Handy eines Kollegen des Rasers auswerteten, gegen den sie wegen Drogengeschäften ermittelten.

Der Raser wollte einen Freispruch erreichen

Das Strafgericht des Kantons Jura verurteilte den Raser am 19. April 2017 zu 180 Tagessätzen an 60 Franken. Zudem musste er eine Busse von 2160 Franken bezahlen. Die schärferen Rasergesetze, die bei solchen Verfehlungen eine Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis vorsehen, kommen erst für Taten zur Anwendung, die seit dem 1. Januar 2013 begangen wurden.

Der Raser focht das Urteil vor Bundesgericht an. Er machte geltend, die Beweise seien unerlaubt erhoben und zufällig entdeckt worden, er sei deshalb freizusprechen. Der Mann behauptete, er habe gar nicht bemerkt, dass er beim Autofahren gefilmt werde.

Die Richter in Lausanne haben jetzt aber das Verdikt gegen den Raser bestätigt, wie aus einem am Freitag publizierten Urteil hervorgeht. Auf einer Aufnahme höre man eine Person sagen: «Das gibt kein trauriges Video». Daraus könne man schliessen, der Raser habe zumindest implizit sein Einverständnis zur Aufnahme gegeben.

Kari Kälin

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