CFO FORUM SCHWEIZ: Das sind die besten Finanzchefs der Schweiz

Erstmals wurden die besten Finanzchefs der Schweiz geehrt: Dazu gehört Gerard van Kesteren vom Schwyzer Logistikriesen Kühne+Nagel in Schindellegi.

Drucken
Teilen
Sandra Studer mit den drei CFO-Awardgewinnern Andreas R. Herzog, Gerard van Kesteren und Theophil H. Schlatter (von links). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Sandra Studer mit den drei CFO-Awardgewinnern Andreas R. Herzog, Gerard van Kesteren und Theophil H. Schlatter (von links). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

TV-Star Sandra Studerüberreichte die CFO-Awards 2010 am Donnerstagabend an Theophil H. Schlatter (58), van Kesteren (60) und Andreas R. Herzog (52). Schlatter ist seit 13 Jahren Finanzchef des Zürcher Bau-Giganten Holcim AG. Kesteren übt diese Funktion seit elf Jahren bei Kühne+Nagel aus und Herzog seit acht Jahren beim Uzwiler Maschinenfabrikanten Bühler AG. Die drei Sieger wurden von einer elfköpfigen Jury erkoren und zum Abschluss des ersten, von der Hochschule Luzern mitlancierten CFOs-Day im Zuger Casino vor 300 Teilnehmern feierlich geehrt.

Jurypräsident und Hochschulleiter Christoph Lengwiler würdigte die sichtlich gerührten Gewinner in den drei Kategorien SMI- und SPI-Unternehmen sowie CFO-Mitglieder als «hoch verdiente Sieger» mit «langjährig ausgewiesenen Leistungen» im Finanzwesen. Daneben konnte Lengwiler zusammen mit Veranstalter RudolfHuber an diesem ersten «Tag der Finanzchefs» fünf hochkarätige Referenten begrüssen. «Risiko» lautete dabei das übergeordnete Thema.

Studers Erfolgs-Risiko
Welches waren denn die grössten Risiken, welche die prominenten Gäste selber im Leben je eingegangen sind? «Das war wohl die Heirat mit meinem Zuger Ehemann Luca vor zwölf Jahren», schmunzelte Sandra Studer, die mit viel Charme und Können durch die CFO-Premiere führte. «Ich war damals 28 und wir waren schon sieben Jahre vorher zusammen. Es ist bis heute das schönste, glücklichste und erfolgreichste Risiko, das ich je eingegangen bin», so die vierfache Mutter nicht ohne Stolz weiter. Auch Unternehmensberater Thomas Borer-Fielding führte die Ehe als «schönen Risikofaktor» auf, ergänzte dies «nach einer uralten Weisheit» aber noch mit «Gerichtsprozessen und Seefahrten», von denen er «zum Glück nur Letztere» kenne.

Von Thailand nach Zug?
Wie Borer weilte Credit Suisse-Vizepräsident Urs Rohner gerade in Thailand in den Ferien. Rohner, der wie Sandra Studer auf dem Zürcher Zollikerberg aufwuchs und das Präsidentenamt der Bank in einem Jahr übernehmen wird, landete am Donnerstag um 6 Uhr morgens. Nach einer längeren Sitzung der CS-Spitze in Zürich erwies er Zug trotzdem noch die Ehre. «Das grösste Risiko war wohl meine Geburt», lächelte Rohner. «Bei mir sind es wohl die vielen Lebensstationen mit der ganzen Familie von Belgien über Frankreich, Amerika und seit 17 Jahren jetzt in der Schweiz», erklärte ABB-Finanzchef Michel Demaré, neben EconomieSuisse-Präsident Gerold Bührer und HSG-Professor Fredmund Malik weiterer Tagungsreferent.

André Häfliger, Zug