CHRISTMAS MUSIC NIGHT: Eine Hymne auf den Schweizer Sound

Musik-Stars mit Herz und Seele, 800 begeisterte Gäste und eine Stimmung, wie sie selten an Klubkonzerten vorkommt – das war die erste Christmas Music Night von Radio Pilatus am Samstagabend im Luzerner Hotel Schweizerhof.

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Katharina Michel bei ihrem Auftritt. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Katharina Michel bei ihrem Auftritt. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Das praktisch ganz schweizerisch gehaltene Musikprogramm traf nicht nur einen Trend, es eroberte auch im Nu die vorweihnächtlich gestimmten Herzen der Fans. «Es ist ein fantastisches Publikum», schwärmte etwa Katharina Michel. «Ich liebe die Leute hier und die Stadt sowieso», erklärte die Siegerin der letzten MusicStar-Staffel des Schweizer Fernsehens. «Ich bin oft hier – und zum 'Lädele' brauche ich vom Brienzersee her sogar zehn Minuten weniger als nach Bern.»

Wie verläuft denn die Karriere von Katharina? «Sehr gut, ich bin sehr zufrieden», erklärte die sympathische Berner Oberländerin. «Ich habe viele Auftritte, auch wenn ich im November und Dezember zwischendurch wieder in meinem angestammten Beruf als Coiffeuse tätig bin.» Ab Januar geht Katharina aber wieder ganz ihrer Leidenschaft, der Musik, nach. «Ich werde eine neue Band erhalten», verriet sie. «Und wenn alles gut geht, kommt nächstes Jahr auch mein zweites Album heraus.» Wieder mit Liedern des in Sachseln wohnhaften Sängers und Komponisten Florian Ast? «Das wäre natürlich mein Wunschtraum», schwärmt die Sängerin, die übrigens ihrem ehemaligen Mitkonkurrenten Leo den «Popstar»-Triumph in Deutschland «von ganzem Herzen» gönnt. «Mit Florian habe ich sehr gerne gearbeitet. Er ist ein absoluter Profi und ein sehr liebenswerter Mensch auch.»

Überraschungsgast Ivo
Katharina Michel – auch sie freut sich natürlich, dass die Schweizer Musik ganz im Trend ist: «Sie ist sehr angesagt, viele Schweizerinnen und Schweizer singen oben mit, das ist toll!» Auch der Nidwaldner Rocksänger Ivo, der Überraschungsgast des Abends, konstatiert das. Aber nützen tut es ihm trotzdem nicht viel. Denn: «Mundartmusiker haben es gut. Aber viele Schweizer, die in Englisch singen, sind sich bewusst, dass sie nur dann von ihrem Beruf als Musiker leben können, wenn sie im Ausland Fuss fassen können. Das muss bei mir jetzt bald einmal geschehen, sonst wird das nichts.» Nun, Adrian Sieber und seine Lovebugs oder die Luzerner Dada Ante Portas haben es geschafft. Freudig konnte Dada-Sänger Pee Wirz mit Radio Pilatus verkünden: «Zum Abschluss unserer Tournee werden wir am 20. Mai 2010 im KKL Luzern zusammen mit dem 21st Century Orchestra auftreten. Auf diese einmalig schöne Sache freuen wir uns jetzt schon sehr.»

Bamert moderiert News
Freude herrschte auch bei Graziella Schazad, die auf der Bühne sogar ein paar Sätze auf Luzerner Deutsch sprach. «Ich habe meinen Flug verschoben, damit ich noch etwas länger hier bleiben kann», verriet die Deutsche Sängerin, die vom Schweizer Musikprogramm ebenfalls hell begeistert war: «Das sind alles Vollblutmusiker, alles andere als all diese Medien-Castingstars?» Unter den Gästen war auch die ehemalige «Benissimo»-Assistentin Michèle Prêtre. Zusammen mit Fabienne Bamert, ab 1. Februar 2010 News-Moderatorin bei Tele1, war sich der DJ BoBo-Fan einig: «Schweizer Musik – das ist unser Style!»

André Häfliger