Countdown für grösstes Festival der Schweiz läuft

Vom 6. bis 8. Juli regieren beim Open Air Frauenfeld auf der Allmend Hip-Hop, Reggae und R'n'B. Mit Drake, Rick Ross, 50 Cent, Nas und Wiz Khalifa sind angesagte Rap-Grössen verpflichtet worden. Premiere feiert die neue Reggae-Bühne in der Partyzone.

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Ans Open-Air Frauenfeld reisen viele junge Besucher. (Archivbild) (Bild: Keystone/ Ennio Leanza)

Ans Open-Air Frauenfeld reisen viele junge Besucher. (Archivbild) (Bild: Keystone/ Ennio Leanza)

Die Vorverkaufszahlen liegen im Rahmen des Vorjahres, wie Festival-Sprecher Joachim Bodmer am Dienstag sagte. Mit rund 48'000 Besuchern pro Tag ist Frauenfeld das grösste Open Air der Schweiz und das grösste Hip-Hop- Festival Europas.

Eröffnet wird das Festival am Freitagmittag von den beiden Berner Hip-Hoppern Lo & Leduc. «Schweizer» Reggae gibt es vom Zürcher Sänger Phenomden und seiner Band The Scrucialists. Die deutschsprachigen Rapper Beginner, Sido und Samy Deluxe sind längst Stammgäste in Frauenfeld.

Zwei Königinnen im Männerclub

Auf dem von Männern dominierten Programm wird der amerikanischen Sängerin Lauryn Hill der rote Teppich ausgerollt. Mit den Fugees produzierte die «Königin des Hip-Hop» 1996 das bisher erfolgreichste Hip-Hop-Album. Lady Saw, die «Königin des Dancehall», vertritt die Frauen auf der Reggae-Bühne. Als erste Reggae-Künstlerin erhielt sie 2002 einen Grammy.

Lord Kossity, ein Dancehall Kollektiv aus Frankreich, ersetzt am Samstag die Jamaikanerin Terry Lynn, welche krankheitshalber ihre Show am Open Air Frauenfeld absagen musste.

Für kurze Zeit in der Schwebe stand auch der Auftritt des US- Rappers 50 Cent. Der 37-Jährige war vor einer Woche bei einem Autounfall leicht verletzt worden. Doch seinem Auftritt am 6. Juli in Frauenfeld stehe nichts im Weg, sagte Bodmer.

Umstrittener Reggaemusiker

Für Kritik sorgte die Ankündigung des Reggae-Musikers Bennie Man. Sein Auftritt in Frauenfeld ist wegen dessen früherer Hetze gegen Homosexuelle umstritten. Der Jamaikaner musste sich bei den Veranstaltern schriftlich dazu verpflichten, keine homophoben Texte von sich zu geben.

Nach den Konzerten sorgen rund 100 DJs in diversen Zelten für eine Endlos-Party. Das Durchschnittsalter der Festivalbesucherinnen und -besucher liegt bei 20, wie Erhebungen früherer Jahre zeigen.

sda