«Curiosity» sendet erste Bilder vom Mars

Der Roboter «Curiosity» ist auf dem Mars gelandet. Die US-Raumfahrtbehörde NASA teilte kurz nach 7.30 Uhr (MESZ) mit, sie habe Signale einer sicheren Landung auf dem Mars empfangen.

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Der Mars-Roboter sendet kurz nach der Landung die ersten Bilder. (Bild: Nasa)

Der Mars-Roboter sendet kurz nach der Landung die ersten Bilder. (Bild: Nasa)

Kurz nach 7.30 Uhr (MESZ) habe die NASA Signale einer sicheren Landung auf dem Mars empfangen und damit fast exakt zur errechneten Zeit. «Curiosity» erreichte den Roten Planeten nach einem mehrmonatigen Flug. Kurz nach der Landung habe die Sonde bereits die ersten beiden Bilder zur Erde gesendet, teilte die NASA mit.

Die Landephase galt unter Experten als schwierigster Abschnitt der rund zwei Milliarden Euro teuren Mission. Ihre Anspannung war den Mitarbeitern insbesondere während der sieben Minuten langen Landephase ins Gesicht geschrieben.

Schwierige Landephase

Bei dem sehr komplizierten Landemanöver hätte vieles schief gehen können. Die Flugkontrolle hatte «sieben Minuten des Schreckens» zu überstehen, als «Curiosity» die dünne Mars-Atmosphäre durchflog und von einer Geschwindigkeit von 20'920 Kilometern pro Stunde auf Null abgebremst werden musste.

Die Landung der Curiosity. (Bild: NZZ)

Die Landung der Curiosity. (Bild: NZZ)

Mit der Nachricht der erfolgreichen Landung brach minutenlanger Jubel im Kontrollzentrum aus. Die Mitarbeiter lagen sich in den Armen. Die Crew brach angesichts des mit Spannung erwarteten Ereignisses in Tränen aus, die Mitglieder des Kontrollteams umarmten sich und verteilten «Mars»-Schokolade. «Oh mein Gott», sagte einer der Forscher.

US-Präsident Barack Obama lobte die Landung von «Curiosity» als eine «beispiellose Technologie-Leistung». «Heute haben die USA auf dem Mars Geschichte geschrieben», sagte Obama am Montag in Washington einer Mitteilung zufolge.

Die Landung des Roboterfahrzeugs der US-Raumfahrtbehörde NASA werde in der Zukunft als «Argument des Nationalstolzes» dienen. Er warte gespannt auf die Ergebnisse, die «Curiosity» liefern werde.

Die verschiedenen Mars-Rover im Grössenvergleich. Curiosity (r.) hat die Ausmasse eines Personenwagens: Er ist 4,5 Meter lang und mit der Kamera-Antenne rund 3 Meter hoch. (Bild: Nasa)

Die verschiedenen Mars-Rover im Grössenvergleich. Curiosity (r.) hat die Ausmasse eines Personenwagens: Er ist 4,5 Meter lang und mit der Kamera-Antenne rund 3 Meter hoch. (Bild: Nasa)

Nach Spuren von Leben suchen

«Curiosity» soll auf dem Mars zwei Jahre lang nach Spuren von Leben suchen. Es ist die teuerste und technisch ausgefeilteste Mission, die je zum Roten Planeten geschickt worden ist.

Noch am Sonntag hatten sich die verantwortlichen Wissenschaftler zuversichtlich gezeigt, dass die Landung klappen dürfte. «Ich denke wir schaffen das. Ich bin zuversichtlich», hatte Doug McCuistion gesagt, der Leiter der bislang aufwendigsten und ehrgeizigsten Mission der US-Raumfahrtbehörde zum Roten Planeten.

«Curiosity» hat die Grösse eines kleinen Autos und wiegt mehrere Hundert Kilogramm. Der mit Atomantrieb ausgerüstete Roboter soll die Lebensbedingungen auf dem Mars erforschen und unter anderem im Boden nach Spuren von Kohlenstoff suchen, der eine Grundvoraussetzungen für die Entwicklung von Leben ist.

In der Vergangenheit waren nur wenige Marslandungen erfolgreich. Von 14 Versuchen verschiedener Raumfahrtagenturen gelangen sechs.

sda