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Der Weg zum Landesstreik

Ereignisse

4. Februar 1918 An einer Konferenz von Vertretern der Sozialdemokratischen Partei (SP) und deren Nationalratsfraktion, der Gewerkschaften und der Parteipresse formiert sich das Oltener Aktionskomitee (OAK). Es wird zu einer Art Exekutive der Arbeiterorganisationen.

1.-3. März Eine Konferenz von Vertretern der Gewerkschaften und der SP genehmigt zwei vom OAK vorgelegte Papiere: ein Konzept über den Generalstreik als Kampfmittel und ein Aktionsprogramm mit wirtschaftlichen Forderungen.

3. April Der Bundesrat beschliesst eine massive Milchpreiserhöhung.

6. April Das OAK fordert den Bundesrat ultimativ auf, die Milchpreiserhöhung zurückzunehmen. Es droht mit einem «allgemeinen Landesstreik». Ein Kompromiss kommt zustande.

10. Juni«Hungerdemonstration» von Arbeiterfrauen in Zürich.

12. Juli Der Bundesratsbeschluss zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung erlaubt es den Kantonen, Versammlungs-, Demonstrations- und Pressefreiheit einzuschränken.

27./28. Juli Der Erste Allgemeine Arbeiterkongress in Basel genehmigt ein vom OAK vorgelegtes Programm, das etwa die Wiederherstellung der Versammlungsfreiheit und eine bessere Lebensmittelversorgung verlangt. Der Bundesrat macht bald Zugeständnisse.

9. August Der Bundesrat setzt eine Kommission ein, die Massnahmen zur Abwehr eines Generalstreiks vorbereiten soll.

4. November General Ulrich Wille rechnet in einem Schreiben an den Bundesrat mit der «Möglichkeit eines plötzlichen unerwarteten Ausbruchs einer Revolution». Er verlangt ein Militäraufgebot.

7. November Zürich und Bern werden aufgrund eines Bundesratsbeschlusses militärisch besetzt. Das OAK ruft für den 9. November zu einem Proteststreik auf. Diesen will die Zürcher Arbeiterunion entgegen den Weisungen des OAK so lange weiterführen, bis die Armee abzieht.

10. November Die Armee löst in Zürich eine Demonstration auf. Ein Soldat wird getötet, Demonstranten werden mehrere verletzt. Das OAK, SP und Gewerkschaften beschliessen den allgemeinen Landesstreik ab Mitternacht 11./12. November.

13. November Der Bundesrat fordert ultimativ den Streikabbruch. Er verhandelt mit dem OAK, dem er politische und soziale Zusicherungen macht. OAK, Gewerkschaften und SP beschliessen, den Streik am 14. November um Mitternacht abzubrechen. Eine Eskalation der Gewalt wird befürchtet. (ub)

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