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Die Bären-Immigration in die Schweiz

Seit 2005 wandern Bären in die Schweiz ein, bisher mindestens acht verschiedene Tiere. Zwei davon wurden zum Sicherheitsrisiko und mussten abgeschossen werden. Hier der Weg von Meister Petz in der Schweiz.
Der Bär M13 am Fusse der Albigna-Staumauer im Bergell. (Bild: La Bregaglia / Giorgio Vozza)

Der Bär M13 am Fusse der Albigna-Staumauer im Bergell. (Bild: La Bregaglia / Giorgio Vozza)

1999-2002: Im Nationalpark Adamello Brenta im italienischen Trentino werden zehn Bären aus Slowenien freigelassen, darunter die Eltern der meisten Bären in der Schweiz, Joze, Jurka und Maja.

26. Juli 2005: Der 20 Monate alte Braunbär JJ2 alias «Lumpaz», Sohn von Jurka und Joze, wird am Ofenpass bei Zernez GR beobachtet. Er ist der erste frei lebende Bär in der Schweiz nach 101 Jahren.

Herbst 2005: Lumpaz verschwindet aus Graubünden, seither gilt er als verschollen. Möglicherweise wurde er von Wilderern erlegt.

25. Juli 2006: Der Bund erlässt ein Konzept Bär mit den Kategorien «unauffälliger Bär», «Problembär» und «Risikobär». Letztere sind Tiere, die Menschen verletzen oder töten könnten. Sie werden abgeschossen.

3./15. Juni 2007: Nach zwei Jahren Abwesenheit werden in Südbünden erneut zwei Bären entdeckt - die Halbbrüder JJ3 und MJ4.

Mitte August 2007: Nachdem Bär JJ3 mehrfach in die Nähe von Siedlungen gekommen war, wird er als Problembär eingestuft, zwischen Julier- und Albulapass GR eingefangen und mit zwei Sendern versehen.

5. Dez. 2007: Im Bündner Grossen Rat wird ein Vorstoss abgelehnt, der den Kanton zur bärenfreien Zone machen wollte.

14. April 2008: JJ3 wird am Glasspass in der Region Thusis von der Bündner Wildhut erlegt. Zuvor hatte das Tier bei menschlichen Siedlungen Abfallcontainer durchwühlt und war als Risikobär eingestuft worden.

Frühling 2008: Der scheue und unauffällige Bär MJ4 wandert zurück in Richtung der norditalienischen Region Trentino.

17. Juni 2010: Ein Kantonspolizist beobachtet im Münstertal GR einen Bären, vermutlich M2. Dieser wandert in den folgenden Tagen ins Engadin, reisst einige Schafe und verschwindet dann.

Juni/September 2011: Bei Susch im Unterengadin und im Puschlav beobachten Jäger Braunbären. Unklar ist, ob es sich um das selbe Tier handelt. Mehrere Schafe werden gerissen. Im Münstertal werden in einem Pilotprojekt essbare Abfälle weggesperrt.

M13 wird zum Sicherheitsrisiko

7. April 2012: Bei Scuol im Unterengadin wird Braunbär M13, ein zweijähriges Männchen gesichtet. Nach Einbrüchen in mehrere Bienenstöcke wird er betäubt und mit einem Senderhalsband versehen. Er wandert danach zwischen der Schweiz, Italien und Österreich hin und her.

22. April 2012: M14, ein Bruder von M13, wird an der Brenner- Staatstrasse von einem Auto überfahren und getötet.

30. April 2012: M13 wird im Unterengadin von einer RhB-Lokomotive erfasst, aber offenbar nicht ernsthaft verletzt. Er verliert jedoch seinen Sender. Gleichentags wird am Ofenpass GR ein weiterer, unbekannter Bär gesichtet.

7. Juni 2012: M13 verliert auch den zweiten Bruder durch einen Autounfall. M12 wird auf der Schnellstrasse Meran-Bozen im Südtirol totgefahren.

30. Juni 2012: Bündner Wildhütern geling es, M13 im Münstertal zu betäuben und mit einem neuen Sendehalsband auszurüsten.

21. September 2012: Nach einem Abstecher ins Südtirol reisst M13 im Puschlav eine trächtige Eselin, nachdem er sich bisher vor allem an Schafen auf unbewachten Weiden gütlich getan hatte.

10. Oktober 2012: M13 sucht im Puschlav geschlossene Wohngebiete heim ein, besucht die Schule in Santa Maria und wird definitiv zum Sicherheitsrisiko.

12./13. November 2012: In einer Puschlaver Maiensässregion dringt M13 zwei Mal in ein unbewohntes Ferienhaus ein und macht sich über die Kartoffelvorräte her, ehe er sich in den Winterschlaf zurückzieht.

16. Februar 2013: M13 marschiert tagsüber auf dem Seeweg von Poschiavo nach Miralago und erschreckt zwei Touristinnen. Eine 14- Jährige erleidet in Miralago bei der Begegnung mit dem Tier auf kurze Distanz einen Schock. M13 wird als Risikobär eingestuft.

20. Februar 2013: M13 wird im Puschlav erschossen.

sda

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