«DIE GRÖSSTEN SCHWEIZER HITS»: Reber siegt – Luzerner erreichen Rang 4

Schlagersänger Peter Reber hat es auch gepackt: Mit seinem Lied «E Vogel ohni Flügel» zog der Berner am Sonntagabend mit klaren 25,76 Stimmprozenten des TV-Publikums in den Final der Sendung «Die grössten Schweizer Hits» ein.

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Die viertplazierte Luzerner Rockgruppe Data Ante Portas freut sich mit Sieger Peter Reber (2. v. r.). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Die viertplazierte Luzerner Rockgruppe Data Ante Portas freut sich mit Sieger Peter Reber (2. v. r.). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Reber, der seit 25 Jahren mit Livia verheiratet ist, siegte unter den zehn Nominierten vor Ernst Jakober («All's was bruuchsch», 14,09%) und Hanns in der Gand («Gilberte de Corgenay», 10,48%). Die Luzerner Rockgruppe Dada Ante Portas platzierte sich mit ihrem Hit «Taking Your Love» ganz knapp dahinter mit 10,05 Stimmprozenten auf dem ehrenvollen vierten Rang. «Das geht so voll in Ordnung», zog Gitarrist Luc Bachmann Bilanz. Stimmt: Immerhin haben die Innerschweizer Stars Natacha, Sina, Lovebugs und Züri West, die nicht einmal klassiert wurden, hinter sich gelassen. Peter Reber (Ex-Peter, Sue und Marc), der das Lied 1983 Livia gewidmet hatte, strahlte weit über deine Barthaare hinaus: «Mit diesem Sieg habe ich wirklich nicht gerechnet.»

Leidender Kilchsperger
Einer trat ganz niedergeschlagen an: Roman Kilchsperger («Ich bin gut im Bett, aber tanzen kann ich nicht»), Co-Moderator neben Francine Jordi und Beni Thurnheer, musste die GC-Fussball-Niederlage gegen den FC Zürich (1:2) «auch während der Sendung noch schwer» verdauen, zumal sein Lieblingsverein ja noch lange 1:0 führte. «Auch diese Saison müssen wir GC-Fans wohl wieder sausen lassen», schimpfte er. Den Spruch des Abends lieferte der deutsche Comedy-Star Michael Mittermaier beim TV- und Kino-Denkmal «Die sechs Kummerbuben»: «Da muss man nur noch einen dazu nehmen – und schon haben wir den Schweizer Bundesrat beisammen.»

Luzerner Doppel-Show
Dada Ante Portas hatte wie Wallis-Star Sina («Hinnär Diär») und Bandleader Pepe Lienhard (Punkmedley mit der Gruppe QL) eine «Doppelnomination», denn auch die Luzerner durften neben der Nomination vor dem TV-Millionenpublikum auf der Bühne mit einem coolen Medley ihrer Hits loslegen. Lienhard hatte es nach der Sendung sehr eilig: «Ich muss nach Hause, denn morgen früh um sieben Uhr fliege ich mit der Swiss-Army-Band in die Türkei, wo unser Land mit Bundespräsident Pascal Couchepin 80 Jahre Freundschaft mit der Türkei feiert.

Schon drei Final-Hits
Weitere Stars auf der Bühne waren Bo Katzmann mit seinem Chor, Toni Vescoli (im Duett mit Arlette Zola) sowie Katy Winter («Stronger»), die mit ihrem Freund Baschi an den Bodensee kam. Der Basler Hitlieferant ist mit «Bring en Hei» neben dem Ku-Ku-Jodel (Oeschs die Dritten) bereits für den Hit-Final vom 30. November qualifiziert.

André Häfliger, Kreuzlingen

HINWEIS
Zur Erscheinung des Buches «Die grössten Schweizer Hits» signieren der Moderator der Sendung, Sven Epiney und Musik-Journalist H. Elias Fröhlich am 14. November 2008 im Emmen Center das neue Songbuch und geben ein Interview. Die Veranstaltung findet im 1. OG vor Ochsner Sport von 17 bis 18.30 Uhr statt.