DIGITAL: Danach googelten die Schweizer 2016

Es ist nicht Filterblase, das Wort des Jahres 2016 in der Schweiz. Es ist auch nicht das Unwort des Jahres: "Inländervorrang light". Der beliebteste Suchbegriff auf google.ch ist in diesem Jahr: EM 2016.

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Der Kampf um diesen Pokal hat Google-User am meisten interessiert: Fussball-Europameister Portugal jubelt. (Bild: Keystone, Michael Sohn, 22. November 2016)

Der Kampf um diesen Pokal hat Google-User am meisten interessiert: Fussball-Europameister Portugal jubelt. (Bild: Keystone, Michael Sohn, 22. November 2016)

Sportliche Grossanlässe wie die Fussballeuropameisterschaften in Frankreich sorgen immer wieder für die meisten Suchanfragen auf Google. Dies zeigte sich bereits in der Vergangenheit bei den Fussballweltmeisterschaften in Brasilien. Das andere sportliche Grossereignis in diesem Jahr, Rio 2016, die Olympischen Sommerspiele, waren der sechst meist gegooglte Suchbegriff. Das Such-Ranking gab der amerikanische Technologieriese am Mittwochmorgen an einem Event in Zürich bekannt.

2016 war bei den Suchanfragen auf Google ausgesprochen stark geprägt von internationalen und weniger denn von nationalen Themen. Dies widerspiegelt sich auf den weiteren Plätzen in der Kategorie der beliebtesten Suchanfragen. Auf Rang 2 befindet sich iPhone 7, auf Platz 3 das Computerspiel-Phänomen Pokékom Go. Brexit und Donald Trump schafften auf die Plätze vier beziehungsweise fünf.

Tamy Glauser bewegt die Gemüter

Apropos Brexit: In der Kategorie "Skandale und Aufreger" ziert er Platz eins, gefolgt vom designierten US-Präsidenten Donald Trump und Sarah Lombardi, die in den vergangenen Wochen vor allem durch ihre Trennung von Pietro Lomardi von sich reden machte. Als einziges nationales Thema befindet sich auf Rang 5 die Durchsetzungsinitiative, der politische Aufreger der vergangenen Jahre in der Schweiz.

Bei den nationalen Promis schwingt das androgyne Model Tamy Glauser oben aus, die unter anderem auch durch ihre Beziehung mit ex Miss Schweiz Dominique Rinderknecht von sich reden macht. Auf dem zweiten Platz befindet sich Irina Beller. Bei "Glanz&Gloria" des Schweizer Fernsehens wird sie mittlerweile zwar konsequent gemieden, auf Google sorgt sie aber noch immer für hohen Trafic. Platz drei der Promiliste ziert der neue Fifa-Präsident Gianni Infantino.

Pilatus auf Platz zwei

Der meistgesuchte Berggipfel auf google.ch ist in diesem Jahr der Monte Tamoro, vor dem Pilatus und dem Piz Bernina. Auf dem vierten Platz ist ein weiterer Zentralschweizer Berg: das Stanserhorn, auf Platz sieben folgt der Titlis. Die Rigi, die im vergangenen Jahr noch obenaus schwang, befindet sich heuer auf Platz 9.

Übrigens: Die Erfolge des FC Luzern schlagen sich auch bei Google nieder. Er schaffte es auf Platz 5 sämtlicher Schweizer Fussballklubs. Die Spitze ziert Serienmeister FC Basel. Interessantes Detail: Die Berner Young Boys sind nicht unter den Top Ten zu finden.

bu