Drachenzähmen leicht gemacht

Christian Satorius
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Die Grösse Drachen-Anfänger machen oft den Fehler, dass sie zu kleine Modelle kaufen. Besser, man wählt einen grösseren Drachen mit 150 cm und mehr Spannweite – er lässt sich besser beherrschen.

Die Sicherheit Vor allem Lenkdrachenbesitzer kommen oft in Versuchung, mit blossen Fingern regulierend an die Leine zu fassen. Das kann zu bösen Verbrennungen und Schnitten führen. Klassische Drachen, die ohne Wind nicht fliegen, sollten auf einem grossen Gelände steigen gelassen werden. Nicht aber in der Nähe von Gebäuden oder Passanten. Gewitter sind ebenfalls tabu: Denn Drachen sind hervorragende Blitzableiter.

Der Wind Es gibt Modelle, die ganz ohne Wind fliegen (siehe Text oben). In den meisten Fällen eignet sich ein Wind um die 30 Stundenkilometer Geschwindigkeit; dann, wenn Gräser und dünne Zweige beginnen, sich zu bewegen, bis hin zu dem Punkt, an dem das herbstliche Laub laut rauscht.

Die Anfängerfehler Weit verbreitet ist das Hochwerfen des Drachens beim Start. Das allerdings führt schnell zu unkontrollierbar enttäuschenden Erlebnissen. Vielmehr sollte man zum Starten nicht zu hektisch an der Leine ziehen, eventuell dabei noch zwei bis drei Schritte zurückgehen. Drachen müssen auch nicht abstürzen, man kann sie langsam und materialschonend landen lassen, indem man ihnen reichlich Leine gibt. Scheint der Absturz unausweichlich, so hilft es, die Arme nach vorn zu reissen und auf den Drachen zuzugehen.

Die Einstellung Mit dem Verschieben des sogenannten Waagerings lässt sich der Drachen einstellen. Er befindet sich dort, wo die Leine am Drachen befestigt ist. Oftmals ist dieser farblich markiert. Die Ringe sollten immer nur im Millimeterbereich verstellt werden. Das Verschieben in Richtung Schwanz bringt eine bessere Flugstabilität; das Verschieben in Richtung Nase des Drachens ergibt grösseren Auftrieb.

Christian Satorius