DÜSSELDORF: Germanwings-Flug mit Verspätung in Düsseldorf

Mit mehr als zweieinhalbstündiger Verspätung ist am frühen Mittwochmorgen wieder ein Germanwings-Flug aus Barcelona in Düsseldorf gelandet. Im Flugzeug sei es ruhig gewesen, erzählt eine Passagierin. «Die Leute wollten nicht über das sprechen.»

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Eine Germanwings-Maschine am Flughafen in Düsseldorf. (Bild: Keystone)

Eine Germanwings-Maschine am Flughafen in Düsseldorf. (Bild: Keystone)

Erleichterung pur nach stundenlanger Verspätung: Die Passagiere des ersten Germanwings-Flugs von Barcelona nach Düsseldorf nach der Flug-Katastrophe vom Dienstagvormittag waren glücklich, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben - und wollten nur noch nach Hause.

Der Flug 4U 9529 landete am frühen Mittwochmorgen mit mehr als zweieinhalbstündiger Verspätung gegen 0.25 Uhr auf dem Rollfeld. Zu der Verspätung kam es laut einem Lufthansa-Sprecher wegen Problemen der Flugsicherung in Barcelona. Details konnte er nicht nennen.

Tausende Trümmerteile liegen verteilt über mehrere Kilometer. (Bild: Keystone)
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Die Trümmerteile liegen weit verstreut herum. (Bild: Keystone)
Rettungskräfte bereiten sich auf ihren Einsatz vor. (Bild: Keystone)
Frank-Walter Steinmeier zeigt sich nach einem Flug über den Absturzort der Germanwings-Maschine entsetzt: «Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens», sagt er. «Die Trauer der Familien und Angehörigen ist unermesslich». (Bild: Keystone)
Ein Rettungshelikopter hebt in Seyne-les-Alpes ab, um zur Absturzstelle zu fliegen. (Bild: Keystone)
Helikopter der französischen Luftwaffe und der Zivilschutzdienste in Seyne. (Bild: Keystone)
Die Einsatzkräfte versammeln sich nahe der Absturzstelle in Seyne-Les-Alpes. (Bild: Keystone)
Anzeigetafel am Flughafen Düsseldorf mit Flug 4U9525 aus Barcelona. (Bild: Keystone)
Trauernde auf dem Flughafen in Barcelona. (Bild: Keystone)
Kollegen trauern am Joseph-König-Gymnasium in Haltern um ihre Kollegen. Unter den 150 Todesopfern befinden sich 16 Schüler sowie 2 Lehrer. (Bild: Keystone)
Ein Flugzeugabsturz als Medienereignis: Übertragungswagen am Düsseldorfer Flughafen. (Bild: Keystone)
Care-Team bringt Angehörige auf dem Flughafen Düsseldorf weg. (Bild: Keystone)
Angesichts des Unglücks brach Spaniens König Felipe VI. einen auf drei Tage angesetzten Staatsbesuch in Frankreich ab. Dies verkündete er vor dem Elysée-Palast in Paris, wo er kurz zuvor angekommen war. Der König sprach in einer Erklärung von einer «fürchterlichen Katastrophe». Der König drückte allen betroffenen Familien und Angehörigen der Opfer sein aufrichtigstes Beileid aus. Staatspräsident François Hollande hatte das spanische Königspaar wenige Stunden nach dem Absturz des Airbus im Elysée-Palast empfangen. Die Begrüssung im Hof des Präsidentensitzes fiel entsprechend ernst aus. (Bild: Keystone)
«Flightradar24.com» zeigt die Flugroute der Unglücksmaschine. (Bild: Keystone)
Präsident François Hollande: «Es gibt keine Überlebende». (Bild: Keystone)
Die Unglücksstelle liegt bei Digne-les-Bains in Südfrankreich. (Bild: Keystone)
Bundeskanzlerin Merkel sagte alle Termine nach dem Flugzeugabsturz ab. (Bild: Keystone)
Lufthansa-Chef Carsten Spohr: «Es ist ein schwarzer Tag für die Airline». (Bild: Keystone)
Die deutsche Regierung richtete einen Krisenstab ein. Aussenminister Frank-Walter Steinmeier (links) sagte, das Auswärtige Amt stehe "in engstem Kontakt" zu den französischen Behörden. Zu möglichen deutschen Todesopfern machte er zunächst keine Angaben. (Bild: Keystone)
Bei der Absturzmaschine handelt es sich um einen Airbus des Typs A320. (Bild: Keystone)

Tausende Trümmerteile liegen verteilt über mehrere Kilometer. (Bild: Keystone)

Unter den Passagieren war auch die Spanierin Angeles Sala. Sie hatte überlegt, den Unfall-Flug vom Morgen zu nehmen - sich dann aber dagegen entschieden, weil dieser ihr zu früh war. «Und jetzt bin ich froh», sagte sie.

Die Stimmung im Flugzeug sei verhältnismässig ruhig gewesen. Man habe versucht, das Thema Absturz zu vermeiden. «Die Leute wollten nicht über das sprechen, die Leute waren ruhig.»

Der Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings, der am Dienstagmorgen in den französischen Alpen abstürzte, war ebenfalls auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf. Vermutlich sind alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Es handelt sich um einen der schwersten Abstürze der deutschen Luftfahrtgeschichte.

sda