EMIL STEINBERGER: 10 Jahre Montreux – Grund zum Anstossen

Seit zehn Jahren wohnen und arbeiten der Luzerner Emil Steinberger und seine Frau Niccel in Montreux. An den Gestaden des Genfersees fühlen sie sich pudelwohl.

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Prosit: Niccel und Emil Steinberger fühlen sich in Montreux, ihrem Wohnort seit 10 Jahren, sichtlich wohl. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Prosit: Niccel und Emil Steinberger fühlen sich in Montreux, ihrem Wohnort seit 10 Jahren, sichtlich wohl. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Dies zeigte ihr Auftritt am Festlunch von Montreux-Vevey-Tourismus. «In idyllischer Berg- und Seelandschaft können wir hier in aller Ruhe und daher auch sehr kreativ tätig sein», begründen sie das. Auf der anderen Seite sind die 22'889 Einwohner des Städtchens mächtig stolz auf ihre berühmten Mitbewohner – und feiern sie immer wieder. 

Erst im Januar erhielt der Ehrenbürger der Stadt Luzern auch in Montreux den Anerkennungspreis der Gemeinde – und auch am 25. Frühlingsfest am Freitag war er der umjubelte Star. Am Mittag waren Niccel und Emil Steinberger Ehrengäste am Festlunch von Montreux-Vevey-Tourismus mit 820 Gästen im Jazzfestival-Tempel Auditorium Stravinski, am Abend liess Emil für einmal die Knie-Premiere in Rapperswil sausen und trat stattdessen im Theater seiner Wohngemeinde auf.

Emil Steinberger ist bei den Romands genauso beliebt wie in der Deutschschweiz. Warum? «Sein langjähriger Erfolg ist nur die Basis dazu», sagte Montreux-Vizepräsident Laurent Wehrli. «Emil hat keinerlei Starallüren, ist mit allen sehr umgänglich. Man identifiziert sich gerne mit ihm. Auf der Bühne spürt man sofort, wie hart und professionell er noch immer arbeitet.» Wenn er Emil zusammen mit Niccel in Montreux flanieren sehe oder sie sonst wo treffe, komme bei ihm «unverzüglich Lebensfreude» auf, beteuerte «Palace»-Generaldirektor Michael Smithuis. «Das Paar hat einfach eine enorm grosse Ausstrahlung.»
Ogis Tochter trifft Emil
Seit fünf Jahren arbeitet Caroline Ogi als Verkaufsleiterin im Hotel Majestic. Endlich durfte die Tochter von alt Bundesrat Adolf Ogi den «grossen Emil», den sie schon «lange bewundert», persönlich kennen lernen. «Das war für mich natürlich eine grosse Freude und Ehre», erzählt Caroline, die gerade zurück war von einer viertägigen Verbier-Skitour mit ihrem Freund, «Majestic»-Küchenchef Sylvain Stefanazzi.

Bringen Stars wie Emil oder Jazzfestival-Gründer Claude Nobs Montreux mehr Touristen? «Das lässt sich kaum beziffern», erklärte Tourismusdirektor Harry John. «Aber beide Stars sind in aller Welt unsere Top-Botschafter», ergänzt sein Präsident François Margot

Just in Montreux hat Emil die Westschweiz-Tournee seines Erfolgsprogramms «Drei Engel!» beendet. Satte 100 Minuten höchste Lachlust in französischer Sprache vor vollen Häusern. «Das ist natürlich für mich noch etwas anstrengender, als in Deutsch aufzutreten», gibt Emil zu. «Also freue ich mich jetzt wieder auf die deutsche Schweiz und auf Deutschland.»

Da gibt es nächste Woche für Emil das nächste Jubiläum: Am Donnerstag steigt die 500. Aufführung von «Drei Engel!». Und zwar in Basel im Fauteuil-Theater seines Göttikindes Caroline Rasser. Weit über 150'000 Fans haben die tolle Emil-One-Man-Show schon gesehen. «Und das ist noch lange nicht alles», schmunzelt Emil mit Blick in Richtung seiner Ehefrau. Stimmt: Niccel Steinberger hat eben ihr nächstes Lachseminar fixiert – im September im «Kreuz» in Sarnen.

André Häfliger, Montreux