Erdbeben in Japan: Ein Videorückblick

Selbst bewegte Bilder lassen nur erahnen, welche verheerenden Ausmasse an Zerstörung das Erdbeben und der darauffolgende Tsunami an der Ostküste Japans hinterlassen haben. Eine Auswahl der eindrücklichsten Videos.

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Der Flutwelle hielt nichts stand. (Bild: Youtube)

Der Flutwelle hielt nichts stand. (Bild: Youtube)

Am Freitag, 11. März, kurz vor drei Uhr nachmittags Ortszeit, bebte in Japan die Erde. Das Epizentrum des Bebens lag zwar rund 130 Kilometer östlich der Küstenstadt Sendai im Norden Japans. Dort filmte ein Kameramann der öffentlichen Rundfunkgesellschaft NHK das Beben, als es die Büroräumlichkeiten des Fernsehsenders erfasste. Ordner und Aktenbinder rutschten von den Pulten, zeitweise fiel die Beleuchtung aus. Hunderte von Menschen verliessen ihren Arbeitsplatz und versammelten sich auf der offenen Strasse, um sich vor herunterstürzenden Gegenständen in Sicherheit zu bringen.

Das Epizentrum des schweren Erdbebens, das auf der Richterskala den Wert 9,0 erreichte, lag knapp 400 Kilometer nördlich von Tokio. Trotzdem war es auch in der Hauptstadt zu spüren. Die Zerstörung hielt sich allerdings in Grenzen, was nicht zuletzt der speziellen Bauweise der Hochhäuser zu verdanken ist. Viele von ihnen stehen auf Dämpfern, die Erdstösse auffangen sollen. Wie es aussieht, wenn massive Wolkenkratzer mehrere Meter durch die Luft schaukeln, zeigt das folgende Video.

Ein Youtube-Benutzer hat das Erdbeben in Japan und die über 300 kleineren Nachbeben der Folgetage in einer Animation visualisiert:

Auf das Erdbeben folgte ein Tsunami, der an Zerstörungskraft alles überbot, was die Inselbewohner bisher erlebt hatten: Die Flutwelle zerstörte einen Küstenstreifen von bis zu zehn Kilometern Breite.

Bevor die Flutwelle über die Kleinstadt Kamaishi in der nordjapanischen Präfektur Iwate hereinbrach, konnten sich die Bewohner auf eine Anhöhe retten. Von dort aus mussten sie mit ansehen, wie ihr Zuhause weggespült wurde.

Die tosende Brühe riss alles mit sich. Auch tonnenschwere Schiffe wurden durch die Strassen der Küstenstädte gewirbelt.

Die Aufnahmen einer Überwachungskamera am Flughafen von Sendai zeigen, wie sich das Rollfeld innert weniger Minuten in einen schmutzigen See verwandelt.

Ein Youtube-User hat Luftaufnahmen aus der Tsunamiregion in einer eindrücklichen Bildserie zusammengestellt. Die Aufnahmen zeigen, wie ganze Städte innerhalb weniger Stunden zu Schlammwüsten wurden und einzelne Täler sich in moorige Seen verwandelten.