EUROPA-FILMPREMIERE IN ZÜRICH: Arthur Cohn kam mit Iris Berben am Arm

Mit seinem Ehrengast, der deutschen Schauspielerin Iris Berben, betrat der sechsfache Oscar-Preisträger Arthur Cohn aus Basel am Donnerstag für einmal in Zürich den roten Teppich.

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Im Rampenlicht: Der sechsfache Oscar-Preisträger Arthur Cohn mit seinem Ehrengast, Schauspielerin Iris Berben. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Im Rampenlicht: Der sechsfache Oscar-Preisträger Arthur Cohn mit seinem Ehrengast, Schauspielerin Iris Berben. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Mit viel Glanz und Gloria feierte sein neuester Film «The Yellow Handkerchief» im Kino Corso Europa-Premiere. «Arthur und ich sind seit Jahrzehnten befreundet», erzählte Iris Berben. «Er ist so etwas von einem liebenswürdigen Mensch, hat ein so grosses Herz. Und er ist der präziseste Filmproduzent, den ich kenne.» Mit seiner Genauigkeit ticke er so zuverlässig wie eine Schweizer Uhr. Deshalb sei es eine «Ehre und Freude», hier mit ihm in Zürich zu sein.

Cohns neuestes Werk ist die eine einfühlsame Mischung aus Liebesgeschichte und Roadmovie. Ex-Sträfling Brett Hanson (gespielt von William Hurt) ist nach sechs Jahren eben aus dem Gefängnis entlassen worden. Diese hatte er sich nach einer Auseinandersetzung mit seiner Ehefrau (Maria Bello) eingehandelt. Hanson trifft auf die beiden Teenager Martine (Kristen Stewart) und Gordy (Eddie Redmayne). Sie sind sich fremd, entstammen zwei Generationen. Das einzige, das sie verbindet, ist ihre Einsamkeit. Doch dann kommen sich die drei Menschen auf einer Autoreise durch Louisiana näher. Es ist eine Reise voller Emotionen und Entdeckungen.

Felix lobt Cohns grosse Gefühlswelt
«Es ist wieder ein Film voller menschlicher Gefühle», attestierte TV-Legende Kurt Felix. «Genau das ist es, was ich an Cohns Werke so bewundere.» Auch Fifa-Präsident Sepp Blatter sprach von einem «herrlichen, sehr feinfühligen» Film. «Vor 30 Jahren habe ich Arthur anlässlich der Radio-Talksendung 'Persönlich' an einem Sonntagmorgen kennen gelernt. Seither sind wir dicke Freunde.» Alt Bundesrat Christoph Blocher, der mit seiner Ehefrau Silvia kam und viel mit Bühnenlegende Walter Roderer scherzte, bewundert ebenfalls die «Präzision, die Ausstrahlung und das Charisma» im Schaffen des Schweizer Produzenten, der in Hollywood so viele Oscars wie kein anderer erhalten hat.

«Cohn zeigt konstante Qualität»
«Cohns Filme faszinieren durch ihre konstante Qualität», attestierte Migros-Chef Herbert Bolliger, der wie Harfenkönig Andreas Vollenweider sowie die Schauspieler Grégory B. Waldis und Stefan Gubser alle Cohn-Filme gesehen hat. «Ganz toll finde ich zudem, dass Cohn immer wieder auch neue, junge Schauspieltalente entdeckt», meinten unisono Ex-Skistar Maria Walliser und TV-Moderatorin Sandra Studer. «Auch das ist einem Produzenten hoch anzurechnen.» Luzern war übrigens am grossen Cohn-Fest gross vertreten: Etwa durch Verlegersgattin Ellen Ringier, TV-Wetterchef Thomas Bucheli, Ex-Mister Schweiz Tim Wielandt und Carl F.-Bucherer-Uhren-CEO Thomas Morf.

André Häfliger, Zürich