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Favorit ist Jonas Lüscher

Buchpreis Mit seiner Novelle «Frühling der Barbaren» stand Jonas Lüscher schon einmal auf der Short List. Dieses Jahr ist er mit seinem ersten Roman nominiert: Mit «Kraft» zeigt er, dass er seine Themen virtuos zum R­oman ausbauen kann. Lüscher schickt einen deutschen Geisteswissenschafter an einen Wettbewerb ins Silicon Valley. Dort lässt er ihn kolossal scheitern – und mit ihm die Werte, für die das alte Europa steht. Da ist viel Welt, viel Skepsis, gesellschaftspolitische Relevanz, aber auch viel Selbstironie und Witz drin. Das Buch wurde in allen grossen deutschsprachigen Zeitungen gefeiert, es ragt aus den Nominationen heraus. Beeindruckend ist auch Julia Weber, wie sie in «Immer ist alles schön» der Welt die Kraft der Fantasie und eine berührende Geschwisterliebe entgegenhält. Lukas Holliger jongliert in «Das kürzere Leben des Klaus Halm» virtuos mit dem Doppelleben seines Antihelden. Der Aargauer Urs Faes zeichnet in «Halt auf Verlangen» ein ehrliches Bild eines strauchelnden Krebspatienten, der nicht aufgibt. Und Martina Clavadetscher stellt in «Knochenlieder» eine düstere Zukunftsvision in den Raum. (ass)

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