FC LUZERN: «Abstieg? Ein Fremdwort für uns!»

Beim Treffen der ehemaligen FCL-Helden am Samstagabend glaubt niemand an den Abstieg.

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Ein Prosit auf den FC Luzern: Präsident Walter Stierli mit den Legenden Paul Wolfisberg und Timo Konietzka. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Ein Prosit auf den FC Luzern: Präsident Walter Stierli mit den Legenden Paul Wolfisberg und Timo Konietzka. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Aufsteiger, Absteiger, Cupsieger und Meister: Alle waren sie vertreten am Samstagabend am traditionellen Treff der «Alten Garde» – oder anders gesagt der jung gebliebenen Helden des FC Luzern – vor dem Meisterschaftsspiel gegen Aarau im Luzerner Schützenhaus. Eine Überzeugung haben sie gemeinsam: «Abstieg? Das ist ein Fremdwort für uns!» FCL-Präsident Walter Stierli erklärte es so: «Dieses Treffen hier ist mit vielen Heldentaten auf und neben dem Spielfeld verbunden. Aus diesen Taten schöpfen wir immer wieder Kraft. Wir sind eine grosse Familie, die auch Rückschläge einstecken kann. Im Moment glauben wir fest an die ansteigende Leistungskurve. Und das wird sich positiv auf die Stadion-Abstimmung Ende Monat in Luzern auswirken.»

Paul Wolfisberg macht es in dieser harten FCL-Saison spannend. «Ende Saison werden wir die Barrage um den Abstieg gewinnen», erklärte das FCL-Denkmal. Schmunzelnd fügte er an: «So kommt dann auch noch etwas zusätzliches Geld rein?» Timo Konietzka zweifelt indes «keine Sekunde», dass der FCL unter seinem neuen Trainer Rolf Fringer den Ligaerhalt «diskussionslos» schaffen wird. Nun, die beiden müssen es ja wissen: 15 Jahre ist es her, als sie für eine Woche die erste Mannschaft gemeinsam trainierten – um den massiv drohenden Abstieg in einem Schicksalsspiel gegen Aarau in letzter Minute noch abzuwenden. «Wir gewannen, blieben oben – und das Trainerduo durfte sich wieder trennen», lachte Konietzka, der heute wie auch Hansi Burri erfolgreich im Gastgewerbe tätig ist.

Fussballgott Muller...
Auch Legende Kudi Müller erzählte aus vergangenen Tagen. «Vor 25 Jahren kniete in den Stadionkatakomben der damalige Pfleger und Masseur von Superstar Pele vor mich nieder und sagte: 'Muller, Muller, sie sind ein Fussballgott, ich verneige mich tief!» FCL-Breitensportchef Hans Meyer amüsierte sich köstlich: «Der meinte wohl den Deutschen Superstar Gerd Müller.» Nun, lassen wir dem ehrenwerten, inzwischen auch tennisbegeisterten «Kudi» doch die Freude? Genauso wie den ältesten Anwesenden, die allesamt daran glauben, dass der FCL die Saison im «sicheren Mittelfeld» abschliessen wird. Sagenhafte 208 Jahre alt sind sie zusammen, die ehemaligen Spieler Victor Cervini (90), Max Ledermann (80) und Romeo Ugolini (78) – Hut ab!

Rang 7 – ein Traum?
Der Saisonschluss-Rang, der am meisten genannt wurde, ist übrigens Platz 7. Kudi Müller, Schiri-Legende Toni Bucheli, Ex-Präsident Romano Simioni und die Ex-Spieler Walter Wuest, Res Kyd, Martin Fink, Markus Brunner, Stefan Wolf, Remo Pedraita und Mario Soldati wagen diese Prognose unisono. Emil Bachmann und Thommi Binder glauben mit dem ehemaligen «Luzerner Tagblatt»-Verlagschef Walter Iten sogar an den 6. Rang, Dani Wildisen, Gody Waser, Erwin Lustenberger, Eberhard Borchert, Ernst Karrer, Paul Sterenberger (Cupsieger 1960), Roger Tschudin und Hans-Peter Kaufmann (beide Meister 1989) schliesslich an den «klaren Ligaerhalt». Na also dann: Hopp FCL – und Kopf hoch!