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FITNESS, RUNNING, HIKING: Fit for Fashion

Die Ideen für den neuen Athleisure-Trend kommen aus dem Aktivsportbereich und werden in die Alltagsmode übertragen. Doch aufs richtige Kombinieren kommt es an.
Yvonne Forster
Von links: Modelle von Prada, Chloé, Versace, Moschino, Off-White, Dolce & Gabbana, Tommy Hilfiger, Stella McCartney, Alexander Wang. (Bild: PD)

Von links: Modelle von Prada, Chloé, Versace, Moschino, Off-White, Dolce & Gabbana, Tommy Hilfiger, Stella McCartney, Alexander Wang. (Bild: PD)

Yvonne Forster

Er treibt selbst nie Sport. Und doch hat der amerikanische Stardesigner Alexander Wang schon mit 21 Jahren sein eigenes gleichnamiges Label auf Sportbekleidung basiert. «Cool, minimalistisch, urban, sportlich», nannte er seinen jungen Look. «Gym-Kleider sind heute auf der Strasse die neue Uniform», sagt der heute 33-jährige Wang.

Der Sporteinfluss auf die Mode hat nicht erst in den letzten Jahren begonnen. Er reicht in die 20er-Jahre zurück, als Coco Chanel das Frauenbild revolutionierte, indem die Berufstätige Sport trieb und sich dazu die passenden Outfits schneiderte. Auch die deutsche Modeschöpferin Maria Bogner, Mutter des Skirennfahrers Willy Bogner, sorgte 1948 mit ihrer legendären Keilhose – und Lieblingsmodell von Marilyn Monroe – für Aufsehen.

Geburt der Street-Fashion

Pünktlich zu den Münchner Olympischen Spielen von 1972 entwarf Nike die Sneaker-Kollektion Swoosh und machte das Firmenlogo weltweit zum Lifestyle-Symbol. Für Zehntausende von Rapper-Fans wurden zehn Jahre später die «Adidas Superstars»-Sneakers zur Lieblingsmarke. Dazu gehörte auch der Trainingsanzug mit drei Streifen.

Es war der Beginn der Street-Fashion in den USA, denn die Amerikanerinnen waren damals aktiver und unabhängiger als die Europäerinnen. Sie trugen Sneakers auf dem Weg ins Büro, trieben viel Sport und liebten bequeme Kleidung. Designer wie Ralph Lauren, Tommy Hilfiger, Calvin Klein und Donna Karan machten diesen Lifestyle in den 90er-Jahren zu ihrer Marken-DNA.

Heute hat Sport die Mode fest im Griff. Das überrascht nicht. Schauen wir uns doch mal auf den Strassen, in Discos und in den Schulen um: Da sieht es aus, als ob wir alle soeben aus dem Fitnessstudio oder vom Jogging kämen. Auch wenn manche Figur eine andere Geschichte erzählt.

Egal. Hauptsache, man ist beim Athleisure-Look dabei. Das Wort ist zusammengesetzt aus «Athletic» (Sport) und «Leisure» (Freizeit). Gemeint damit ist ein Outfit, der zwar aus dem Sportbereich kommt, aber im Alltag getragen wird. Dabei geht es ums gelungene Kombinieren der Einzelteile. Man nehme zum Beispiel eine Runninghose mit bunten Seitenstreifen und trage dazu ein weisses, loses Hemd mit raffinierten Falten am Ausschnitt. Natürlich gehören dazu Sneakers, aber als Handtasche trägt die Frau ein edles XXL-Modell in Knallrot, zum Beispiel von Prada. Denn der elegante Touch ist beim Athleisure-Look wichtig.

Bei Chloé deuten nur gerade der gezögelte Tunnelzug am Jupe oder am bauchfreien Top darauf hin, dass der schicke Zweiteiler vom Sportswear inspiriert ist. Versace hat mit den langen Running-Hosen aus Patchwork-Mustern zum bunten Blouson einen eleganten Athletik-Leisure-Mix geschaffen. Etwas riskant ist das Aerobic-Outfit von Moschino. Der nackte Bauch und die Netzstrümpfe zu Shorts passen eher in eine Disco in Monte Carlo. Ein sommerliches Wohlfühlerlebnis schafft hingegen Stella McCartney mit ihrem gemusterten Fitness-Hemdchen zur weiten Hose mit bequemem Tunnelzug.

Starke Farben sind ein Muss beim Athleisure-Look. Doch es lohnt sich, damit sparsam um­zugehen. Sonst kippt der Trend schnell ins Papageienhafte. High Heels zur Jogginghose sind zwar hoch im Kurs. Wer darin nicht gehen kann, bleibt besser bei Edel-Sneakers. Es lohnt sich überhaupt, den Athleisure-Look sorgfältig zu studieren. Sonst macht man auch im modischsten Outfit eine schlechte Figur.

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