FLORIAN AST: «Ein Duell mit Federer wäre cool»

Vier gelbe Filzbälle, ein Racket, dunkle Sportbekleidung. Wir treffen Sänger, Songwriter und Produzent Florian Ast im Sportcenter Rex in Stans bei der Sportart, die er schon als Teenager gerne betrieb – beim Tennis.

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Florian Ast in der Tennishalle Stans. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Florian Ast in der Tennishalle Stans. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Locker schlägt er die Bälle übers Netz – und wir versuchen und in mehr oder weniger gelungenen Returns. «Ich halte mich gerne fit und treibe generell gerne Sport», sagt der 35-jährige Berner, der seit acht Jahren zusammen mit seiner drei Jahre jüngeren Ehefrau Esther und dem 7-jährigen Neufundländer-Hund «Sir Paul» im Kanton Obwalden wohnt. «Der Spass-Faktor und die Möglichkeit, richtig abzuschalten sind mir bei sportlicher Betätigung wichtig», so Ast. «Seit zwei Jahren fahre ich auch wieder Ski, gehe ab und zu auf einer Driving-Ranch auch Golfbälle abschlagen. Und zu Hause habe ich an meinem Fitness-Laufband eine Einrichtung angebracht, die es mir ermöglicht, während dem Training Mails zu lesen und zu beantworten.»

Hauptsächlich ist Florian Ast aber auf Tennisplätzen anzutreffen. Regelmässig, ein bis manchmal sogar drei Mal in der Woche, im Sommer draussen, im Winter in der Halle. «Das Gute und Schöne an diesem Ganzjahresport ist es, dass er die Muskulatur gleichmässig und am ganzen Körper trainiert. Zudem ist es eine gesellige Sportart, die einem auch herausfordert», erzählt Florian Ast ganz begeistert. «Ab und zu bestreite ich auch Spiele, die gewertet werden. Turnierambitionen habe ich allerdings nicht. Ich will einfach Spass haben und etwas für meine Gesundheit tun.»

Federer ist Ast-Fan
Also keine Lust, mal gegen Roger Federer anzutreten? «Das wäre natürlich cool, ein Traum», schmunzelt Ast. «Aber nur, wenn er dafür dann auch noch auf meiner Gitarre spielt.» Federer und Ast kennen sich: 2003, nach dem ersten Wimbledon-Sieg, durfte Ast beim grossen Empfang Federers in Liestal BL aufspielen – und wandelte ihm zu Ehren seinen Hit «Du besch min Ängel» kurzerhand auf «Du besch min Roger» um. «Es war eine tolle Stimmung, wie bei einem Open-Air-Konzert», erinnert sich Ast. «Enge Freunde von Federer, die wissen, dass er meine Musik sehr mag, hatten mich angefragt. Ich sagte natürlich sofort zu – und die Überraschung der Federer-Kollegen gelang voll und ganz.»

Tennis-Lehrer lohnt sich
Doch zurück zum Tennis. Was musste Florian Ast beachten, als er damit anfing? «Ich hatte zwar nie einen Lehrer», erklärt der Mundartsänger. «Aber ganz zu Beginn würde ich ein Paar Tennisstunden sehr empfehlen. Man kann doch einiges falsch machen und um das zu verhindern, lohnt sich ein Einstig unter professioneller Betreuung absolut.» In Sachen Kosten sei der Tennissport «einiges günstiger» als man meine, auch im Vergleich zu anderen Sportarten. Ast: «Man braucht einen Schläger, Bälle und zahlt einen Mitgliederbeitrag, der, vor allem in kleineren Klubs, sehr bescheiden ist. So kommt man gut und gerne mit weniger als 1000 Franken durchs Tennisjahr. Und: Was nichts kostet, ist auch nichts wert?»

Comeback im 2011
Immer mit einem Lächeln im Gesicht schlägt Florian Ast die Bälle. Und verkündet frohe Neuigkeiten für seine Fans: «Ich bin wieder zurück!» In der Tat gibt Ast nächstes Jahr sein Comeback als Sänger. Drei Jahre war er jetzt im In- und Ausland erfolgreich als Songwriter und Produzent für andere Stars, unter ihnen DJ Ötzi aus Österreich, tätig. «Ich mache mich jetzt daran, ein neues Album, das nächstes Jahr erscheinen wird, zu schreiben und aufzunehmen», erzählt Ast, der seiner Marke, den Mundart-Hits, treu bleiben will. Bereits dieses Jahr tritt Ast wieder selber auf. Am 15. Oktober etwa in Göschenen an der Unterhaltungs-Gala des Schweizer Fernsehens anlässlich des Gotthard-Durchbruchs, einen Tag später im Wankdorf in Bern und am 30. Oktober in Wohlen.

André Häfliger