Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FORSCHUNG: Lernen vom Kriegsspiel

Wer Kriegsspiele spielt, entwickelt in bedeutendem Ausmass die intellektuellen Fähigkeiten seines Hirns.
Smbolbild (Symbolbild)

Smbolbild (Symbolbild)

Seit den 1980er-Jahren wurde der Einfluss der Videospiele auf das menschliche Hirn immer wieder untersucht. Ein internationales Team unter der Leitung der Universität Genf hat nun alle verfügbaren Daten von 2000 bis 2015 ausgewertet. «Das ist der einzige Weg, ein Gesamtbild des tatsächlichen Einflusses dieser Spiele zu haben», sagt Daphné Bavelier, Professorin der Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaft der Universität Genf.

Psychologen der Uni Genf zusammen mit den Universitäten Columbia, Santa Barbara und Wisconsin sammelten Daten. Daraus folgten zwei Metaanalysen. Insgesamt absolvierten 8970 Personen im Alter zwischen 6 und 40 Jahren psychometrische Tests, bei denen ihre kognitiven Fähigkeiten beurteilt wurden. Diese Fähigkeiten dienen der Informationsverarbeitung.

Im ersten Test zeigte sich, dass die kognitiven Fähigkeiten der Gamer höher waren als bei Nichtgamern. Die Frage, ob diese Fähigkeiten schon vor dem Gamen da waren oder erst während des Spielens entwickelt wurden, blieb offen. Deshalb wurde eine zweite Metaanalyse erstellt.

2883 Männer und Frauen, die maximal eine Stunde pro Woche spielten, wurden auf ihre kognitiven Fähigkeiten getestet. Danach wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste spielte Kriegs- und Zombiespiele. Die zweite spielte als Kontrollgruppe SIMS, Puzzle oder Tetris. Und das während acht Stunden in acht Tagen. Jede Person wurde danach erneut getestet. Die Action-Gamer wiesen eine höhere Entwicklung bei den kognitiven Fähigkeiten als die Spieler der Kontrollgruppe auf.

Die Forschungsergebnisse aus mehreren Ländern über mehrere Jahre zeigten, dass Actionspiele den Weg für die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten ebnen würden, fasst Benoît Be­diou von der Universität Genf zusammen. Die Studienautoren betonen, dass diese positiven Effekte bei Gamern beobachtet wurden, die gleichmässig über mehrere Wochen und Monate gespielt hätten. Sie wurden keinen intensiven Spielsitzungen ausgesetzt. Wie bei jeder Lernaktivität wiesen kurze Sitzungen und Wiederholungen die höchste Wirksamkeit auf. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.