FRANKREICH: Die schwersten Flugzeugunglücke in Europa

Das Flugzeugabsturz in Südfrankreich mit vermutlich 150 Toten ist eines der schwersten in Europa der vergangenen 30 Jahre. Nachfolgend eine Auswahl an Luftfahrtkatastrophen auf dem europäischen Kontinent seit 1977.

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25. Juli 2000: Zwei Minuten nach dem Start vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle schlägt eine mit 109 Personen besetzte Concorde der Air France mit brennenden Motoren beim nördlichen Vorort Gonesse auf. Es gibt keine Überlebenden an Bord des Überschallflugzeugs. (Bild: Keystone)

25. Juli 2000: Zwei Minuten nach dem Start vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle schlägt eine mit 109 Personen besetzte Concorde der Air France mit brennenden Motoren beim nördlichen Vorort Gonesse auf. Es gibt keine Überlebenden an Bord des Überschallflugzeugs. (Bild: Keystone)

24. März 2015: In Südfrankreich stürzt eine Maschine der Lufthansa-Tochter Germanwings auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf ab. An Bord waren 144 Passagiere und 6 Crewmitglieder. Laut Behörden gibt es keine Überlebenden.

17. Juli 2014: Noch nicht restlos geklärt ist der Absturz der malaysischen Passagiermaschine MH17 mit 298 Personen an Bord bei Grabowo über der Ukraine. Ein Abschuss über dem Konfliktgebiet Donbass wird als Ursache angenommen.

20. August 2008: Eine MD-82 der spanischen Gesellschaft Spanair zerschellt unmittelbar nach dem Start im Flughafen Madrid und geht in Flammen auf. 154 der 172 Insassen kommen ums Leben.

22. August 2006: Ein Flugzeug des Typs Tupolew-154 der russischen Gesellschaft Pulkovo stürzt auf dem Flug von Anapa am Schwarzen Meer nach St. Petersburg in einem schweren Gewitter über der Ukraine nördlich von Donezk ab. 170 Menschen kommen ums Leben.

14. August 2005: Ein zypriotisches Charterflugzeug des Typs Boeing 737-300 mit 121 Personen an Bord stürzt nordöstlich des Flughafens von Athen ab. Alle Insassen sterben. Offenbar wegen eines Defektes der Klimaanlage hatten die Piloten und viele Passagiere das Bewusstsein verloren.

1. Juli 2002: Bei Überlingen (D) am Bodensee sterben 71 Personen beim Zusammenstoss zweier Flugzeuge. Ein Hinterbliebener aus Russland, der bei dem Unglück seine beiden Kinder und seine Frau verlor, tötet zwei Jahre danach in Kloten ZH den diensthabenden Fluglotsen von Skyguide.

8. Oktober 2001: Im Mailänder Stadtflughafen Linate prallen eine McDonnell Douglas MD-87 der skandinavischen SAS und ein deutsches Privatflugzeug des Typs Cessna Citation II zusammen. Alle 114 Insassen und 4 Flughafenangestellte kommen ums Leben.

25. Juli 2000: Zwei Minuten nach dem Start vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle schlägt eine mit 109 Personen besetzte Concorde der Air France mit brennenden Motoren beim nördlichen Vorort Gonesse auf. Es gibt keine Überlebenden an Bord des Überschallflugzeugs.

29. August 1996: Beim Anflug auf den Flughafen von Longyarbyen auf der Insel Westspitzbergen (Norwegen) prallt eine Tupolew 154 der russischen Fluggesellschaft Wnukowo gegen einen Berg. Alle 141 Menschen an Bord kommen ums Leben.

8. Februar 1989: Eine Boeing-707-Chartermaschine der US-Gesellschaft Independent Air prallt in 528 Meter Höhe gegen einen Berg auf der Azoreninsel Santa Maria (Portugal). Alle 144 Insassen sterben, weil der Pilot einen Navigationsfehler gemacht haben soll.

21. Dezember 1988: Ein Jumbo-Jet der US-Gesellschaft Pan Am wird über der schottischen Ortschaft Lockerbie von einer Bombe zerrissen. 270 Menschen sterben.

9. Mai 1987: Eine Iljuschin-62 der polnischen Fluggesellschaft LOT stürzt in der Nähe von Warschau ab. Es gibt 183 Tote.

23. Juni 1985: Südwestlich der irischen Küste stürzt eine Maschine der Air India vermutlich nach einer Bombenexplosion ins Meer. Alle 329 Insassen kommen ums Leben.

19. Februar 1985: Ein spanisches Verkehrsflugzeug rast bei Bilbao gegen einen Berg. 148 Menschen sterben.

27. November 1983: Eine Boeing 747 der kolumbianischen Gesellschaft Avianca streift vor der Landung in Madrid einen Berg. 181 Todesopfer sind zu beklagen.

1. Dezember 1981: Beim Landeanflug zum Flughafen von Ajaccio auf der französischen Insel Korsika prallt eine jugoslawische Chartermaschine gegen einen Berg. 180 Menschen kommen ums Leben.

25. April 1980: Beim Absturz einer Boeing 727 der dänischen Charterfluggesellschaft Dan-Air kommen auf der spanischen Kanareninsel Teneriffa 146 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben.

27. März 1977: Im Flughafen Teneriffa stossen zwei Jumbo-Jets von PanAm und KLM am Boden zusammen. Mit 583 Opfern ist es bis heute die grösste Katastrophe in der Geschichte der zivilen Luftfahrt.

sda apa dpa afp

Tausende Trümmerteile liegen verteilt über mehrere Kilometer. (Bild: Keystone)
20 Bilder
Die Trümmerteile liegen weit verstreut herum. (Bild: Keystone)
Rettungskräfte bereiten sich auf ihren Einsatz vor. (Bild: Keystone)
Frank-Walter Steinmeier zeigt sich nach einem Flug über den Absturzort der Germanwings-Maschine entsetzt: «Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens», sagt er. «Die Trauer der Familien und Angehörigen ist unermesslich». (Bild: Keystone)
Ein Rettungshelikopter hebt in Seyne-les-Alpes ab, um zur Absturzstelle zu fliegen. (Bild: Keystone)
Helikopter der französischen Luftwaffe und der Zivilschutzdienste in Seyne. (Bild: Keystone)
Die Einsatzkräfte versammeln sich nahe der Absturzstelle in Seyne-Les-Alpes. (Bild: Keystone)
Anzeigetafel am Flughafen Düsseldorf mit Flug 4U9525 aus Barcelona. (Bild: Keystone)
Trauernde auf dem Flughafen in Barcelona. (Bild: Keystone)
Kollegen trauern am Joseph-König-Gymnasium in Haltern um ihre Kollegen. Unter den 150 Todesopfern befinden sich 16 Schüler sowie 2 Lehrer. (Bild: Keystone)
Ein Flugzeugabsturz als Medienereignis: Übertragungswagen am Düsseldorfer Flughafen. (Bild: Keystone)
Care-Team bringt Angehörige auf dem Flughafen Düsseldorf weg. (Bild: Keystone)
Angesichts des Unglücks brach Spaniens König Felipe VI. einen auf drei Tage angesetzten Staatsbesuch in Frankreich ab. Dies verkündete er vor dem Elysée-Palast in Paris, wo er kurz zuvor angekommen war. Der König sprach in einer Erklärung von einer «fürchterlichen Katastrophe». Der König drückte allen betroffenen Familien und Angehörigen der Opfer sein aufrichtigstes Beileid aus. Staatspräsident François Hollande hatte das spanische Königspaar wenige Stunden nach dem Absturz des Airbus im Elysée-Palast empfangen. Die Begrüssung im Hof des Präsidentensitzes fiel entsprechend ernst aus. (Bild: Keystone)
«Flightradar24.com» zeigt die Flugroute der Unglücksmaschine. (Bild: Keystone)
Präsident François Hollande: «Es gibt keine Überlebende». (Bild: Keystone)
Die Unglücksstelle liegt bei Digne-les-Bains in Südfrankreich. (Bild: Keystone)
Bundeskanzlerin Merkel sagte alle Termine nach dem Flugzeugabsturz ab. (Bild: Keystone)
Lufthansa-Chef Carsten Spohr: «Es ist ein schwarzer Tag für die Airline». (Bild: Keystone)
Die deutsche Regierung richtete einen Krisenstab ein. Aussenminister Frank-Walter Steinmeier (links) sagte, das Auswärtige Amt stehe "in engstem Kontakt" zu den französischen Behörden. Zu möglichen deutschen Todesopfern machte er zunächst keine Angaben. (Bild: Keystone)
Bei der Absturzmaschine handelt es sich um einen Airbus des Typs A320. (Bild: Keystone)

Tausende Trümmerteile liegen verteilt über mehrere Kilometer. (Bild: Keystone)