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GESCHENKSÜNDEN: Sieben Dinge, die Sie niemandem schenken sollten, den Sie mögen

Weihnachtsgeschenke bereiten nicht immer nur Freude. Sind sie nicht ausreichend durchdacht, können sie beim Beschenkten zu Ärger und Frust führen. Diese sieben Dinge sollten Sie daher niemandem schenken, den Sie mögen.
Vor allem Staubsauger wurden weniger verkauft (Archiv) (Symbolbild: Keystone)

Vor allem Staubsauger wurden weniger verkauft (Archiv) (Symbolbild: Keystone)

Lucien Rahm
lucien.rahm@luzernerzeitung.ch

Ein Weihnachtsgeschenk sollte im Idealfall Freude bereiten. Diesen Zweck erfüllen die Präsente allerdings nicht immer. Wer jemanden beschenkt, ohne sich ausreichend Gedanken über die Eignung des Geschenkes für den Empfänger zu machen, läuft Gefahr, diesen zu verwirren, zu frustrieren oder gar zu verärgern, statt ihn zu erfreuen. Das falsche Geschenk kann das Verhältnis zwischen Schenkendem und Beschenktem im Extremfall nachhaltig schädigen. Verzichten Sie daher nach Möglichkeit darauf, auf folgende sieben Geschenkideen zu kommen.

1. Kochwein

Auch wenn Sie die Vermutung hegen, der Empfänger ihres Geschenkes hat von Wein nicht sonderlich viel Ahnung: Präsentieren Sie niemandem einen Kochwein als Geschenk. Selbst, wenn Sie bei dessen Überreichung noch so glaubhaft vermitteln können, es handle sich hierbei um einen ziemlich edlen Tropfen, kann der finanzielle Wert Ihrer Gabe – für viele ein Indiz für die Qualität eines Weines – leicht in Erfahrung gebracht werden. Wenn auf der Flaschenetikette in unüblich grossen Buchstaben die Produktbezeichnung geschrieben steht («ROTWEIN»), ist dies für den Beschenkten bereits ein erstes Indiz für eine gewisse Billigkeit des Geschenkes. Denken Sie auch daran, dass Ihre Auswahl vermutlich im Weinregal des Lebensmittelgeschäftes zu finden ist, in dem der Beschenkte jeweils seine Einkäufe tätigt – volltransparent mit Produktinfos und Kaufpreis. Muss der Beschenkte feststellen, dass Ihnen ihre Freund- oder Verwandtschaft nur rund drei Franken wert ist, kann dies bei ihm zu unguten Gefühlen führen, wie der Autor dieses Beitrages bereits in seinem Bekanntenkreis beobachten konnte.

2. Werbegeschenke

Noch einfacher ist es für den Beschenkten, Ihren geringen Aufwand zu erkennen, wenn Sie auf den Einsatz von Werbegeschenken zurückgreifen – seien es eigene oder solche, die bereits Sie als Geschenk erhalten haben. Die Firmenlogos, welche die Kugelschreiber, Mützen oder Schlüsselanhänger in der Regel ­– sofern Sie sie nicht auf irgendeine Weise unkenntlich machen – tragen, sind ein relativ offensichtlicher Hinweis darauf, dass Sie zur Besorgung der Objekte Ihr eigenes Portemonnaie sehr wahrscheinlich nicht zücken mussten. Im Gegensatz zum Empfänger des Kochweins ist Ihnen dieser Geschenkempfänger also offenbar überhaupt nichts wert.

3. Kleidungsstücke, die nur Ihrem eigenen Geschmack entsprechen

Immer wieder nutzen manche Menschen die weihnachtliche Schenkgelegenheit auch dazu, dem Beschenkten einen Kleidungsstil schmackhaft zu machen, an dem vielleicht der Schenkende, jedoch nicht zwingend der Empfänger des Präsents Gefallen findet. Zwar zeigen Sie hiermit durchaus, dass Ihnen der Beschenkte einen gewissen Kaufbetrag (oder zeitlichen Aufwand zur Erstrickung des Kleidungsstückes) wert ist. Wenn er das bunte Hemd oder sie den etwas gar kurzen Rock dann letztlich aber doch bei kaum einer Gelegenheit tragen kann, machen Sie weder sich selbst noch der beschenkten Person wirklich eine Freude.

4. Selbst erhaltene Geschenke

Eventuell sind Sie selbst bereits Opfer einer unerwünschten Beschenkung geworden. Auch wenn die Verlockung in diesem Fall gross sein mag: Das Weiterschenken von selbst erhaltenen Geschenken empfiehlt sich grundsätzlich nicht. In besonderem Masse peinlich kann es für Sie werden, wenn Sie ein selbst empfangenes Präsent jener Person übergeben, die dieses ursprünglich Ihnen geschenkt hat.

5. Haushaltsgeräte

Insbesondere, wenn die zu beschenkende Person weiblich ist, können Haushaltsgeräte – mögen sie hinsichtlich ihrer Funktionen und ihrem technischen Niveau noch so überzeugend sein – für abwertende Gefühle sorgen. Die Beschenkte wird hiermit reduziert auf ihre haushälterischen Fähigkeiten, wo doch das weihnachtliche Schenkritual Gelegenheit für Unalltägliches bieten würde. Entsprechende Erwartungen der Geschenkempfängerin enttäuschen Sie hierdurch gekonnt.

6. Schlecht gemachte Bastelarbeiten

Selbstgebastelte Geschenke vermitteln per se schon einmal den Eindruck, als Schenkender Geld sparen zu wollen. Ist Ihr Werk dann auch noch schlecht gemacht, fühlt sich dessen Empfänger mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sehr wertgeschätzt. Seien Sie auch vorsichtig mit selbsterzeugten Gemälden: Sollten Sie nicht über ernstzunehmende Malfähigkeiten verfügen, müsste der Beschenkte schon einen ausserordentlich extravaganten Kunstgeschmack aufweisen, um sich über Ihre Gabe freuen zu können. Eine etwas höhere Toleranz mögen Beschenkte aufweisen, wenn das Kunstwerk von Kindern stammt. Wahre Freude kommt aber auch in solchen Fällen nicht wirklich auf.

7. Mitgliedschaft bei einer Diät-Selbsthilfegruppe

Jemandem eine mehrmonatige oder – je nach Körpergewicht – mehrjährige Mitgliedschaft bei einer kostenpflichtigen Diät-Selbsthilfegruppe zu schenken, mag gut gemeint sein. Sie möchten den Geschenkempfänger dabei unterstützen, ein dünnerer Mensch zu werden. Allerdings ist wohl offensichtlich, welche Nachricht sie damit übermitteln: «Du bist zu dick.» Der Zeitpunkt könnte zudem kein schlechterer sein, denn Weihnachten ist nebst dem Fest der Liebe vor allem auch jenes der opulenten Festtagsmahle. Verderben Sie dem zu Beschenkenden dieses nur einmal jährlich stattfindende Vergnügen nicht.

Mothers and their under three-year-old children partake in a play and handicraft afternoon as part of the "Tramuki", Transcultural Mother Children's Group, integration course offered by the Social Services of the City of Zurich, photographed in the premises of the La Escuelita school in Zurich, Switzerland, on June 29, 2017. Each of the five social centers in the city of Zurich runs a Tramuki group, who meet once a week for two hours during one full year to participate in joint, integrative activities to promote the cultural and linguistic integration of mothers and their children with a migratory background. (KEYSTONE/Gaetan Bally) Muetter und ihre unter drei-jaehrigen Kinder aus verschiedenen Kulturen nehmen am Spiel- und Bastelnachmittag im Rahmen des Integrationskurses "Tramuki", Transkultuelle Mutter-Kinder-Gruppe, der Sozialen Dienste der Stadt Zuerich, teil, aufgenommen am 29. Juni 2017 in den Raeumlichkeiten der La Escuelita Schule im Zuercher Kreis 1. Jedes der fuenf Sozialzentren der Stadt Zuerich fuehrt eine Tramuki-Gruppe, die sich waehrend eines Jahres ein Mal in der Woche fuer zwei Stunden trifft, um an gemeinsamen, integrativen Aktivitaeten teilzunehmen, um so die kulturelle und sprachliche Integration der Muetter und ihrer Kinder mit einem Migrationshintergrund zu foerdern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Symbolbild: Gaetan Bally/Keystone)

Mothers and their under three-year-old children partake in a play and handicraft afternoon as part of the "Tramuki", Transcultural Mother Children's Group, integration course offered by the Social Services of the City of Zurich, photographed in the premises of the La Escuelita school in Zurich, Switzerland, on June 29, 2017. Each of the five social centers in the city of Zurich runs a Tramuki group, who meet once a week for two hours during one full year to participate in joint, integrative activities to promote the cultural and linguistic integration of mothers and their children with a migratory background. (KEYSTONE/Gaetan Bally) Muetter und ihre unter drei-jaehrigen Kinder aus verschiedenen Kulturen nehmen am Spiel- und Bastelnachmittag im Rahmen des Integrationskurses "Tramuki", Transkultuelle Mutter-Kinder-Gruppe, der Sozialen Dienste der Stadt Zuerich, teil, aufgenommen am 29. Juni 2017 in den Raeumlichkeiten der La Escuelita Schule im Zuercher Kreis 1. Jedes der fuenf Sozialzentren der Stadt Zuerich fuehrt eine Tramuki-Gruppe, die sich waehrend eines Jahres ein Mal in der Woche fuer zwei Stunden trifft, um an gemeinsamen, integrativen Aktivitaeten teilzunehmen, um so die kulturelle und sprachliche Integration der Muetter und ihrer Kinder mit einem Migrationshintergrund zu foerdern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Symbolbild: Gaetan Bally/Keystone)

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