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Gestörte Fettverteilung

Beim Lipödem handelt es sich um eine Störung der Fettverteilung an Beinen und manchmal auch Armen, die fast ausschliesslich bei Frauen auftritt. Das dort krankhaft vermehrte Fettgewebe speichert Wasser in seinen Zellen. Dadurch entstehen Druckempfindlichkeit und Spannungsgefühle, welche sehr schmerzhafte Ausmasse annehmen können.

Die Ursache für die unheilbare Krankheit ist nicht bekannt. Sie tritt oft bei hormonellen Umstellungen auf und betrifft – in unterschiedlichster Ausprägung – etwa fünf Prozent der Schweizerinnen. Viele wissen selbst nichts davon, weil die Krankheit auch in der Ärzteschaft wenig bekannt ist.

Optisch sieht man betroffenen Frauen das Lipödem durch die Disproportionalität des Körpers an: die schlanke Taille und die kräftigen Beine, manchmal auch Arme, passen nicht zusammen. Im Volksmund spricht man manchmal von «Reiterhose», was aber dem Krankheitsbild nicht ganz gerecht wird.

Die Beschwerden können mit einer oft lebenslang nötigen konservativen Therapie gelindert werden (siehe Haupttext). Der fortschreitende Verlauf des ­Lipödem kann aber nur mit einer Operation zum Stillstand gebracht werden. Dabei wird das ­erkrankte Fettgewebe mit einer Liposuktion (Fettabsaugung) in Lokalanästhesie entfernt.

Erstes klinisches Zentrum

Die Operation ist ein sicheres Verfahren, das zu jahrelanger Beschwerdefreiheit oder -erleichterung führen kann und seit mehr als 15 Jahren angewandt wird, wie Birgit Wörle ausführt. Die Dermatologin leitet die Beratungs- und Behandlungsstelle für Lipödem-Patientinnen (Lipödem-Zentrum Zentralschweiz LZZ) in der Hirslanden Klinik Meggen. Das Zentrum wurde im Februar 2017 gegründet und ist in seiner Form schweizweit noch einzigartig.

Petition eingereicht

Die Schweizer Krankenkassen haben die operative Behandlung bis anhin nicht anerkannt und unterstützen nur die konservative, rein symptomatische Behandlung. Im Juni 2017 hat die Vereinigung Lipödem Schweiz (siehe Box oben rechts) eine Petition mit über 6000 Unterschriften mit der Forderung eingereicht, auch die Operation in den Leistungskatalog aufzunehmen.

Hinweis

Infos und Kontakt: www.hirslan den.ch/lzz-meggen

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