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Glückliche Kinder, frustrierte Eltern?

«Attachment Parenting beginnt mit Stillen und Tragen. Und es endet mit Bernsteinkettchen, Chiropraktikern, einer Trageberatung, Babymassage-Kursen – und jeden Tag auch mit dem Gefühl, dass es doch nicht genug war», schrieb Caroline Rosales in «Die Zeit». Sie schilderte«toxische ­Zusammenkünfte»mit anderen ­Attachment-Parenting-Eltern, bei denen man sich verglich. Rosales Tage bestanden irgendwann nur noch aus Waschen von Stoff­windeln, gemeinsamem Mittagsschlaf, Einkäufen im Biomarkt und dem Starren auf Klettergerüste. Der Beruf, für den sie sieben Jahre studiert hatte, war eine vage Erinnerung. Als sie eines Winter­tages mit Bronchitis auf dem Spielplatz steht, statt sich im Bett auszukurieren,erreicht sie einen Tiefpunkt. Doch wer hätte auf die Kinder aufpassen können? Heute schreibt sie wieder, rät Müttern, sich nicht aufzugeben. Der Artikel löste in den sozialen Medien eine hitzige Debatte aus. Auf der einen Seite: die Attachment-Parenting-Eltern. Auf der anderen Seite: die anderen. Dabei wollte der US-­Kinderarzt William Sears – auf ihn geht das bedürfnisorientierte Modell zurück – nur eines: eine emotional gesunde Gesellschaft. Eine positive Bindung zwischen Kindern und Eltern soll die Grundlage dafür schaffen.Der Weg dorthin: sieben Punkte.Sofortiger Körper- und Augenkontakt zwischen Mutter und Kind nach der Geburt; bedarfsorientiertes, langes Stillen; das Kind tragen; Familienbett statt getrennte Zimmer; auf das Kind eingehen, wenn es schreit; Schlaf- und andere Trainingsprogramme meiden; die eigenen Grenzen nicht vernachlässigen. Manche Mütter legen Attachment Parenting dogmatisch aus, stillen jedes Be­dürfnis ihres Kinders umgehend, überlassen es nie einer Bezugsperson. «Eine solche Haltung führt zu Erschöpfung», ist auf dem Familienportalwww.swissmom.chzu lesen. (dbu)

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