GLÜCKSSPIEL: Chance auf Lotto-Jackpot beträgt 0,0000064 Prozent

50 Millionen Franken liegen im Jackpot von Swiss Lotto. Das ist so viel wie noch nie. Die Hoffnung, den Jackpot zu knacken, ist gross – und gleichzeitig völlig verwegen.

Janique Weder
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Die Schweiz ist im Lottofieber – und jeder hofft mit seinem Schein auf den Rekordgewinn. (Bild: Michel Canonica (St. Gallen, 2. Dezember 2016))

Die Schweiz ist im Lottofieber – und jeder hofft mit seinem Schein auf den Rekordgewinn. (Bild: Michel Canonica (St. Gallen, 2. Dezember 2016))

Janique Weder

Lottospieler in der ganzen Schweiz warten gebannt auf die Ziehung von heute Abend. 50 Millionen Franken liegen im Jackpot. Das ist so viel wie noch nie in der Geschichte von Swiss Lotto. Der bisherige Rekordgewinn, knapp 48,6 Millionen Franken, datiert vom August 2014.

Eine derartige stattliche Summe verleitet jedermann zum Träumen. Dennoch dürften ein paar einfache Wahrscheinlichkeitsrechnungen auch die grössten Optimisten auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Nicht weniger als 31,5 Millionen Möglichkeiten gibt es, aus 42 regulären Zahlen sechs und aus sechs Glückszahlen eine richtige auszuwählen. Weil man für den Mindesteinsatz von 5 Franken zwei Tipps angeben kann, liegt die Gewinnchance jedes Lottospielers folglich bei winzigen 0,0000064 Prozent.

Das Lottofieber grassiert trotzdem

Aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz ist die Schweiz im Lottofieber: Bereits am vergangenen Mittwoch, als über 45 Millionen Franken winkten, spielten 650 000 Schweizerinnen und Schweizer um den Jackpot. Geknackt wurde er nicht. Heute dürften es noch mehr ausgefüllte Scheine sein.

Doch welche Strategien gibt es, an die 50 Millionen Franken zu gelangen? Nebst dem zufälligen Ankreuzen gibt es die Möglichkeit, auf die Zahlen zu tippen, die schon am längsten nicht mehr gezogen worden sind. Rund 300 Spielende tippten laut Swisslos am Mittwoch nach dieser Strategie. Sie hätten sich im Fall eines Gewinns den Jackpot aufteilen müssen.

Die Zahl 36 ist Spitzenreiterin

Eine andere Möglichkeit besteht darin, auf die statistisch am häufigsten gezogenen Zahlen zu setzen. Spitzenreiterin ist diesbezüglich die 36. 450-mal ist diese Kugel bereits in die Trommel gefallen – das letzte Mal vor etwas mehr als einer Woche, am 23. November. Es folgen die Nummern 1 und 18 (je 448 Ziehungen), 22 (439 Ziehungen), 24 (432 Ziehungen) sowie 26 (430 Ziehungen).

Von den Glückszahlen am vielversprechendsten ist mit 76 Ziehungen die 4, gefolgt von der 2, die einmal weniger gezogen worden ist. Für wie viel Geld bislang gespielt wurde, gibt Swisslos auch auf Anfrage nicht bekannt.

Fest steht jedoch, dass der Einsatz pro Lottoschein höher als üblich ist. Regelmässige Lottospieler füllen heute Samstag zwei Felder mehr aus. Grundsätzlich gilt, dass Frauen und Männer etwa gleich viel Lotto spielen. Anders sieht es in den verschiedenen Landesteilen aus: Es ist wahrscheinlicher, dass der heutige Jackpot-Gewinner aus dem Tessin oder der Deutschschweiz kommt und nicht aus der Romandie. Letztere spielen weniger Lotto, je höher der mögliche Gewinn ist. Und noch ein Punkt spricht gegen das Lottospielen: Früher war es einfacher, den Jackpot zu knacken.

Denn die derzeitige Rekordsumme (also auch jene von 2014) ist das Resultat eines Kniffs von Swisslos: Die Lotteriegesellschaft hat vor rund vier Jahren einen Wechsel im System vorgenommen. Zum einen erhöhte sie den Mindesteinsatz von 3 auf 5 Franken, zum anderen wurde der Lotto-Sechser abgeschafft.

Heute ist der Hauptgewinn der Lotto-Siebner – also sechs Richtige und die Glückszahl. Swisslos wollte damit mit seinem Jackpot in die Nähe von jenem der Euromillions kommen.