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Goldene Äpfel

Tomate Viel Gold brachte Kolumbus nicht mit von seinen ersten Reisen in das Land, das er für Indien hielt. Aber viele Pflanzen und Früchte. Eine davon war die Tomate, die in Mittelamerika schon seit über 2000 Jahren genutzt wurde. In Europa wurde die Staude mit den noch kleinen Früchten lange als Zierpflanze angegeben. Gegessen wurde sie wohl zuerst im Süden Europas. In Sizilien sollen Hafenarbeiter bereits im 17. Jahrhundert Nudeln mit dem Pomo d’Oro, dem Goldenen Apfel, gegessen haben, die ersten Saucenrezepte stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Seither wurden Tausende Sorten gezüchtet, die sich in einige Kategorien einteilen lassen: Runde Allzwecktomaten, wie die Rispentomaten. Salattomaten sollen vor allem frisch aromatisch sein, ähnlich wie die süssen Cherrytomaten. Fleischtomaten eignen sich zum Füllen oder Grillen. Die Tomaten der Sorte San Marzano sind die Saucenkönige. Sie sind nicht nur aromatisch, längliche Sorten haben viel Fruchtfleisch, das in der Pfanne zur samtigen Sauce zerfällt.

Allerdings wäre die San Marzano in den 1990er-Jahren beinahe ausgestorben: Sie ist schwierig anzubauen und heikel im Transport. Auch andere alte Sorten wurden von den Ansprüchen der Agrarindustrie verdrängt, in den letzten Jahren ändert sich das wieder. Das ist auch Anstrengungen von Organisationen wie Pro Specie Rara in der Schweiz zu verdanken. Fleischtomaten wie Black Prince oder Ochsenherz, bunte Cherry- und Datteltomatensorten sorgen für mehr Vielfalt in den Gemüseauslagen und in den Tellern. (ken)

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