GP DER VOLKSMUSIK: Yasmine-Mélanie jubelt bis 7 Uhr morgens

Wie feierte Yasmine-Mélanie Wyrsch ihren Einzug in den GP-Final der Volksmusik am 28. August in Wien? Standesgemäss mit Wienerlis!

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Strahlende Sieger: Yasmine-Mélanie Wyrsch und Nicolas Senn. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Strahlende Sieger: Yasmine-Mélanie Wyrsch und Nicolas Senn. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Die 20-jährige Spielgruppenleiterin aus Hünenberg wurde am Samstag an der Schweizer GP-Ausscheidung hinter dem gleichaltrigen Sankgaller Bligg-Hackbrettler Nicolas Senn («Rosalie») tolle Zweite. Beide sind damit zusammen mit dem Ostschweizer Duo Stixi&Sonja (Rang 3) sowie dem Basler Quartett Original Voralpen-Express (Rang 4) berechtigt, die Schweiz am internationalen Final 2010 in Wien zu vertreten. Im Vorjahr hatte Yasmine-Mélanie als Fünfte in der Schweiz dieses Ziel noch knapp verpasst – und lernte damit in ihrer sonst steil verlaufenden Karriere erstmals auch mit einer Niederlage umzugehen. Grund genug jetzt, diesen erneuten Erfolg zwei Wochen nach dem Gewinn des Prix Walo 2010, gebührend zu feiern.

Durchgefeierte Nacht
Und zwar doppelt: Zuerst, noch in der Kantine des Schweizer Fernsehens, gab es mit Familie, Freunden und Fans Wienerlis mit Kartoffelsalat. «Ich freue mich wahnsinnig auf Wien», erklärte die Zugerin. «Auf das Wiedersehen in der Szene in dieser schönen Stadt, in der ich letzten Silverster zum dritten Mal im MusikantenStadl auftreten durfte.» Zu Hause in Hünenberg ging dann die Feier im engen Freundeskreis noch lange weiter. «Erst am Sonntagmorgen um 7 Uhr kam ich – ziemlich gerädert – ins Bett», erzählte Yasmine-Mélanie Wyrsch unserer Zeitung. Mit dem 2. Platz hatte sie nicht gerechnet, mit der Finalqualifikation aber hatte sie schwer geliebäugelt.

Senn war ihr Favorit
«Ich hatte keine Ahnung, wo ich wirklich landen werde», so die junge Zugerin. «Nicolas Senn war sicher einer meiner Topfavoriten. Aber es hatte dieses Jahr extrem viel starke Titel. Umso mehr bin ich jetzt stolz.» Nach dem Gewinn des Kleinen Prix Walo, nach der Auszeichnung «StadlStern» im «Musikantenstadl» 2008 und dem Herbert-Roth-Preis, der wichtigsten Nachwuchs-Trophäe in Europa ist Yasmine-Mélanie Wyrsch mit Anerkennung sehr verwöhnt. Was nun im grossen GP-Final Ende August? «Ich lasse es einfach auf mich zukommen», sagt sie. «Wie immer werde ich mein Bestes geben. Und ich lasse mich durch nichts und niemanden unter Druck setzen.»

Lob von Sepp Trütsch
Für den Schwyzer Entertainer und Hotelier Sepp Trütsch, der den Final in Wien übrigens mitmoderieren wird, hat Yasmine-Mélanie Wyrsch einige «sehr starke Trümpfe» in der Hand: «Sie beherrscht ihr Handwerk perfekt, ist jung, hübsch und immer gut drauf. Sie ist sicher ehrgeizig, aber bleibt immer schön auf dem Boden. Zudem hat sie viel Erfahrung im Auftreten – auch vor viel Publikum und in grossen Fernsehkisten.» Den triumphalen GP-Einzug am Samstag an der TV-Publikumswahl erklärt sich Trütsch mit ihrer «deutlich angestiegenen Beliebtheit» - und natürlich mit dem «sehr überzeugenden» Titel «Tränen gehören zum Leben» des Schwyzer Ländlerprinzen Philipp Mettler, der zusammen mit Carlo Brunner übrigens auch das Senn-Siegeslied «Feuer und Flamme» komponiert hat.

André Häfliger