GP DER VOLKSMUSIK: Zug und Luzern enttäuscht – Schwyz lacht

Aus der Traum: Gleich beide Zentralschweizer Interpreten sind beim Grand-Prix der Volksmusik 2009 draussen!

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Eine Runde weiter: Das Moderatoren-Duo Sascha Ruefer und Monika Fasnacht (ganz rechts) präsentieren die zweitplazierte Sarah-Jane mit der Schwyzer Liedtexterin Maja Brunner (2. von links). (André Häfliger/Neue LZ)

Eine Runde weiter: Das Moderatoren-Duo Sascha Ruefer und Monika Fasnacht (ganz rechts) präsentieren die zweitplazierte Sarah-Jane mit der Schwyzer Liedtexterin Maja Brunner (2. von links). (André Häfliger/Neue LZ)

Yasmine-Mélanie Wyrsch aus dem zugerisch Hünenberg und Christian Duss aus Entlebuch im Kanton Luzern schafften am Samstagabend in der Livesendung aus Zürich zwar die erste Hürde und kamen bei 12 Starterinnen und Starter unter die ersten Sechs. Doch dann kam das knappe, brutale Aus: Duss, der letztes Jahr noch Dritter wurde, schied mit 15,59 Stimmprozenten der TV-Fans als Sechster aus, Yasmine-Mélanie wurde mit 15,64 Prozenten Fünfte. 46 Hundertstel nur fehlten ihr zum 4. Rang und somit zur Qualifikation für den internationalen GP-Final am 29. August in München. «Klar bin ich enttäuscht», gab Yasmine-Mélanie offen zu. «Aber trotzdem war dies eine tolle Plattform für uns alle.» Auch Duss nahm es so locker es eben ging: «So ist halt das harte Business.»

Grosse Freude bei Maja Brunner
Grossser Jubel hingegen bei der Musik-Königin Maja Brunner: Die Basler Sängerin Sarah-Jane schaffte mit dem Lied «Bliib doch bi mir», das die Schwyzerin getextet hat, den zweiten Platz. Majas Bruder Carlo Brunner und Philipp Mettler haben den Hit komponiert. Gesiegt am Samstag haben die «Sängerfreunde&Stefan Roos», ebenfalls weiter sind «Geni Good und seine Glarner Oberkrainer» sowie die «Pläuschler».

Aufgeregt im Leutschenbach-Studio waren natürlich alle. Was aber machen die Stars gegen das Lampenfieber? «Früher überfiel mich dieses Fieber ein paar Sekunden vor der Sendung», erzählte Monika Fasnacht, die wiederum zusammen mit «Anita»-Plauschsänger Sascha Ruefer moderierte. «Das war ziemlich übel. Dagegen meditiere ich jetzt kurze Zeit vor der Sendung und spreche in aller Ruhe etwas mit mir.» Christian Duss hat ein anderes Rezept: «Ich gehe vor dem Auftritt raus an die frische Luft und atme ein paar mal ganz tief durch.» Yasmine-Mélanie Wyrsch, die als erste Interpretin antreten musste und an ihren Nägel kaute, hat noch kein Wundermittel gegen die Nervosität gefunden. «Zum Glück aber geht bei mir das Lampenfieber sofort weg, wenn ich auf der Bühne stehe», erzählte die Zugerin.

Superstar Kraus bracht Nervosität
Routinier Salvo, der nach 20 Jahren jetzt in der Volksmusik wieder mitmischt, weiss: «Gegen Nervenflattern hilft nur Bewegung. Tanzen, singen, rumhüpfen.» Das tat er denn auch mit seiner Zürcher Geigerin Nathalie Bristot. Sarah-Jane weiss auch, was sie machen muss: «Ich knabbere jeweils an irgend etwas.» Gestern waren es Pommes-Chips. Doch Altmeister Peter Kraus, der 36 Tage nach seinem 70. Geburtstag erstmals seinen neuen Swing-Hit «Nimm dir Zeit» sang, sagte ganz cool und abgeklärt etwas ganz anderes: «Nervosität? Das braucht man doch einfach, das baut einen auf!»

André Häfliger, Zürich