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HAARE: Gestern noch ein Flop, heute top – das Trockenshampoo

In den Sechzigern warb Magermodel Twiggy für die Neuheit Trockenshampoo. Ohne viel Erfolg: Obwohl frisch auf dem Markt, war das Image gleich verstaubt. Inzwischen ist das anders. Heutige «Dry Shampoos» sind coole Alleskönner und zunehmend beliebt.
Gold, Silber und Bronze für die Trockenshampoos von Klorane, Batiste und Björn Axén – subjektiv vergeben nach einem persönlichen Test. Klar ist: Egal welche Marke, die «Dry Shampoos» liegen im Trend. (Bild: PD)

Gold, Silber und Bronze für die Trockenshampoos von Klorane, Batiste und Björn Axén – subjektiv vergeben nach einem persönlichen Test. Klar ist: Egal welche Marke, die «Dry Shampoos» liegen im Trend. (Bild: PD)

Muffig und hinterm Mond, eklig gar? Das ist Schnee von gestern. Galt das Trockenshampoo noch vor ein paar Jahrzehnten als pure Notlösung auf Reisen in unwirtliche Gebiete ohne Wasserhahn oder während eines Spitalaufenthalts mit Gipsarm, so ist es heute ein heisser Trend. Selbst Teenager benutzen es, bevor sie in die Schule gehen – aber die haben mittlerweile ja auch mehr Stress.

Entwickelt in den Sechzigern und mit Trendgirl Twiggy als Kampagnengesicht, war das Image des neuen Haarpflegeprodukts trotzdem zunächst so grau wie der Schleier, der sich nach dem Sprayen übers Haar legte. Doch das ist lange her: Heute stünden feinste Texturen zur Verfügung, leicht in der Anwendung und mit tollen Effekten, so Farb- und Modestilberaterin Doris Pfyl. «Hairstylisten sprechen von einem Wundermittel», sagt Pfyl.

Dabei ist das Wirkungsprinzip des Trockenshampoos ein altbekanntes: Der Hauptinhaltsstoff Silicat entzieht dem Haar überflüssiges Fett. Beduinen reiben sich bei ihren Wanderungen durch die Wüste Sand ins Haar – dieser enthält nämlich ebenfalls den Wirkstoff Silicat. Vielleicht ist das ja auch der Grund, wieso die Haare bei Ferien am Meer nie fettig zu werden scheinen.

Vor dem Sprayen das Schütteln nicht vergessen

Doch was macht die neuen Trockenshampoos zu wahren Beauty-Must-Haves? Die Antwort ist leicht: Sie sind Alleskönner. Heutige «Dry Shampoos» entfetten nicht nur, sondern sie sorgen auch für mehr Glanz und Volumen. Das Haar wird griffiger und lässt sich leichter frisieren.

Bei der Anwendung raten Coiffeure, das jeweilige Produkt unbedingt vorher zu schütteln und es dann aus mindestens 20 Zentimetern Entfernung auf den Haaransatz zu sprühen. Dann wird einmassiert und in die Längen gebürstet. Für noch mehr ­Volumen kann man kopfüber sprühen. Allgemein gilt: Trockenshampoo nicht öfter als dreimal hintereinander benutzen – dann ist es Zeit für eine richtige Haarwäsche mit Shampoo und Wasser.

Beim Coiffeur «Hauptsache» in Luzern ist das neue Wundermittel speziell bei Kunden, die viel geschäftlich unterwegs sind oder zu fettigen Haaren neigen, beliebt. Nicole Baumann schwört auf das Dry Shampoo «Label.M» von Toni&Guy. Wir haben weitere Marken getestet.

Hitverdächtig: Klorane

Karl Lagerfeld und Kate Moss sollen es lieben: das Trockenshampoo von Klorane, Paris. Erhältlich ist es mit Brennnesselextrakt (fettiges Haar) oder Hafermilch (alle Haartypen). Die Wirkung? Ist sensationell. Meiner Erfahrung nach das einzige Trockenshampoo, das die Haare sofort komplett frisch aussehen lässt.

Im Mittelfeld: Batiste

Recherchen im Netz ergaben eine relativ hohe Zufriedenheit der Nutzer mit Batiste, dem Nr.-1-Trockenshampoo aus England. Selbst hat man Batiste Invisible «Dry Shampoo & Conditioner» getestet – für lockiges, trockenes und gefärbtes Haar. Vermutlich ist man schlicht verwöhnt von der perfekten Wirkung von Klorane, denn bei Batiste fühlen sich die Haare nur halb so frisch an, und auch das Mehr an Volumen, wie man es von Klorane kennt und schätzt, bleibt leider aus.

Ausbaufähig: Björn Axén

Man hat schon verschiedene Produkte der schwedischen Marke Björn Axén getestet, unter anderem einen richtig tollen Haarspray. Was einen speziell begeistert an den Produkten aus dem Norden: ihr extrem feiner Duft. Doch das «Dry Shampoo Soft Touch» lässt einen leicht ratlos zurück: Die Wirkung ist gleich null. Hätte man die Zeit, würde man jetzt doch schnell die Haare waschen. Aber vielleicht hat man ja auch nur falsch gesprüht. Und das Schütteln vergessen.

Susanne Holz

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