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HAITI: Bill Clinton appelliert an die Wef-Teilnehmer

Das Leben von Bill Clinton dreht sich derzeit nur um ein Thema: Hilfe für Haiti. Der frühere amerikanische Präsident weibelt dafür auch am Weltwirtschaftsforum in Davos.
Bill Clinton (rechts) mit «Belvédère»-Hoteldirektor Ernst Wyrsch in Davos. (Bild Marcel Giger/pd)

Bill Clinton (rechts) mit «Belvédère»-Hoteldirektor Ernst Wyrsch in Davos. (Bild Marcel Giger/pd)

Clinton ist deshalb dieses Jahr der Bitte von Wef-Gründer Klaus Schwab nachgekommen, in die Schweiz zu reisen, nachgekommen – und kann im tief verscheiten Davos schon erste Erfolge feiern.

«Das Forum und meine Stiftung ?Global Initiative? haben ein Desk eingerichtet, bei dem sich Unternehmer melden können, die sich in Haiti engagieren wollen», erklärte Clinton am Donnerstag. Ohne Namen und Nationen zu nennen, fügte der Ehemann von US-Aussenministerin Hillary Clinton an: «Der Zulauf an Zusicherungen ist von Anfang an rege und erfreulich.»

Es müsse aber «noch viel mehr und vor allem sehr schnell» getan werden, mahnte Clinton an. Das wichtigste im Moment sei es, das Überleben der Menschen nächste Woche im Inselstaat zu sichern. «Die rund 15 Verteilzentren für Wasser und Nahrungsmittel im Land reichen bei weitem nicht aus. Es müssen mindestens 100 sein. Das geht nur mit Lastwagen, die denen das Verteilnetz aufgebaut werden muss. Wenn jemand hier im Saal ist, der weiss, wie man das macht, soll er sich bitte melden», appellierte der von Generalsekretär Ban Ki Moon im vergangenen Mai eingesetzte UNO-Sonderbeauftragte für Haiti.

Geld in Haiti investieren
«Trotz grosser Soforthilfen sind die Probleme noch immer gewaltig. Neben dem Verteilnetz muss die medizinische Versorgung und die sanitären Bedingungen dringend verbessert werden. Provisorische Schulen müssen eingerichtet werden. In den letzten Wochen habe ich mich nur mit Lastwagen und Toiletten befasst», so Clinton weiter. «Wir wollen jetzt zuerst gemeinsam mit Haitis Führung weiter Hilfe zur Selbsthilfe leisten und den Notfall überwinden.»

Dann gehe es aber auch darum, sich wirtschaftlich im Inselstaat zu engagieren, um seine Strukturen nachhaltig und langfristig aufzubauen. Eindringlich rief Clinton die Wef-Teilnehmer auf: «Investieren sie Geld in Haiti. Sie werden es nicht bereuen und sich besser fühlen, wenn sie sich beteiligen.» Dann sprach er dem schwer geprüften Land Hoffnung zu: «Haiti wird sich von diesem fürchterlichen Schlag erholen. Es soll mir bitte keiner sagen, dass es dies nicht schaffen kann!»

André Häfliger, Davos

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