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HANDELSKAMMER-NEUJAHRSAPÉRO: Diese Wege sollen aus der Krise führen

Welche Wege führen aus der Wirtschaftskrise? Und wie lange soll sie den dauern? Am Montagabend hörte sich Chefreporter André Häfliger im Hotel Schweizerhof in Luzern am Neujahrs­apéro der Zentralschweizerischen Handelskammer um.
Sie gehören dem Vorstand der Zentralschweizerischen Handelskammer an und blicken trotz Krise optimistisch in die Zukunft (v.l.): Corinne Fischer, Brigitte Breisacher und Sabine Arnold-Gisler. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Sie gehören dem Vorstand der Zentralschweizerischen Handelskammer an und blicken trotz Krise optimistisch in die Zukunft (v.l.): Corinne Fischer, Brigitte Breisacher und Sabine Arnold-Gisler. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Unter den rund 300 Gästen am traditionellen Neujahrsapéro der Zentralschweizerischen Handelskammer im Hotel Schweizerhof in Luzern waren Wirtschafts-Kapitäne und Politik-Grössen. Sie suchten nach Antworten für Wege aus der Wirtschaftskrise und die Dauer der schlechten Phase.

«Mit einer Rezession von mehreren Quartalen ist zu rechnen», sagte Handelskammer-Präsident Werner Steinegger in seiner Ansprache. Daher müsse man sich für diese Zeit «warm anziehen und nicht allzu grosse Fehler» machen. «Aber nachdem unsere grösste Bundespartei nicht mehr in der Opposition, sondern in den Schoss der Regierungsparteien zurückgekehrt ist, wird vermutlich alles besser und harmonischer werden als ich das darstelle», erklärte der Bruder des früheren FDP-Spitzenpolitikers Franz Steinegger weiter. Und wünschte ein erfolgreiches Jahr in einem «möglichst rational funktionierenden» Gesellschaftssystem.

«Aufschwung im Kopf»
Die drei Frauen im 14-köpfigen Handelskammer-Vorstand blicken Trotz Krise positiv in die Zukunft. «Man muss nur an die Zukunft glauben», sagte Vizepräsidentin Sabine Fischer, Geschäftsführerin der Weinhandlung Bataillard. «Wenn alle nur noch Angst haben, gibt es keine Zukunft mehr.» Eine Krise biete auch Chancen, meinte Brigitte Breisacher. «Zum Beispiel kann man Fehler korrigieren, sich anpassen, Lehren ziehen und sich so noch besser aufstellen als bisher.» Sabine Arnold-Gisler schliesslich war sich mit Bucherer-CEO Adelbert Bütler und Kantonalbank-CEO Bernard Kobler absolut einig: «Der Aufschwung beginnt im Kopf. Es gilt jetzt, ruhig Blut zu bewahren, Vertrauen zu schaffen und tüchtig weiter zu arbeiten.» Bütler gab noch einen Investitions-Tipp an: «Ich würde jetzt Gold kaufen.»

Es braucht Geduld?
Luzerns Regierungspräsident Max Pfister appellierte an den gesunden Menschenverstand: «Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen und normal weiter leben und vor allem auch im üblichen Rahmen konsumieren.» Ex-CKW-Chef Jörg Bucher und Lucerne Festival-Präsident Jürg R. Reinshagen gaben zu, dass es «für etwa zwei Jahre ziemlich viel Geduld» brauche. «Aber unser Land ist noch immer so standhaft und gut aufgestellt, dass wir auch diese Zeit einigermassen unbeschadet überstehen werden.»

Arbeitsplätze erhalten
Die beiden Luzerner Kantonsrätinnen Andrea Gmür und Esther Schönberger sind optimistischer und glauben, die Krise werde nur ein Jahr andauern. FDP-Nationalräte Otto Ineichen und Georges Theiler («Mitte Jahr ist das Tief durch») appellierten an die unternehmerische Verantwortung: «Es gilt, möglichst alle Arbeitsplätze zu erhalten.» Ineichen fügte an: «Lieber im Notfall Kurzarbeit als Entlassungen.» Kantonsrätin Heidy Lang setzt darauf, dass die «eingeleiteten Konjunkturprogramme schnell greifen» müssen und dadurch auch «neue Arbeitsplätze» entstehen können. SVP-Nationalrat Felix Müri schmunzelte nur: «Für mich ist das alles relativ leicht – ich mache bei dieser Krise einfach nicht mit.»

André Häfliger

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