Hans Küng ist ein unbequemer Mahner

Als einem der wichtigsten Theologen des Zweiten Vatikanischen Konzils gebührt Hans Küng Anerkennung und Dank. Als unbequemer Mahner war er seiner Zeit und vor allem seiner Kirche oft weit voraus und musste dafür einiges einstecken.

Urban Federer
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Urban Federer, Abt von Einsiedeln. (Bild: Manuela Jans (Neue LZ) (Neue Luzerner Zeitung))

Urban Federer, Abt von Einsiedeln. (Bild: Manuela Jans (Neue LZ) (Neue Luzerner Zeitung))

Seine Werke wurden und werden in der ganzen Welt gelesen, zahlreiche Gläubige ermutigte er, aus ihrem Glauben heraus Antworten auf drängende Fragen zu suchen.

Hans Küng liebt das Scheinwerferlicht. Aber er es gelingt ihm dabei, den Fokus auf seine wichtigsten Anliegen zu lenken: den Frieden unter den Religionen. Prophetisch nahm er mit seiner Friedensarbeit schon sehr früh den heute selbstverständlich gewordenen und wichtigen Dialog der Religionen vorweg.

Persönlich bewundere ich aber vor allem Hans Küngs Treue: Als Christ, Theologe und Priester blieb er, trotz des oft erfahrenen Unverständnisses, immer seiner Kirche treu. Deshalb freue ich mich mit ihm, dass er in Papst Franziskus viele Antworten auf seine Fragen und Anliegen gefunden hat.

Urban Federer

Abt von Einsiedeln