Hattrick-Ariella jubelt mit Simi

Zuerst strahlte sie über den Wintertitel des FC Luzern, dann jubelte sie selber: Ariella Kaeslin ist schon wieder Schweizer Sportlerin des Jahres.

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Die Schweizer Sportler des Jahres: Ariella Kaeslin und Simon Ammann. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)

Die Schweizer Sportler des Jahres: Ariella Kaeslin und Simon Ammann. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)

Die Kunstturnerin aus Meggen hat am Sonntagabend in Zürich Sportgeschichte geschrieben: Noch nie nämlich wurde eine Sportlerin in unserem Land dreimal in Folge mit der Trophäe des Künstlers und Ex-Komikers Stephan Schmidlin geehrt. «Dieser Hattrick - das ist einfach unglaublich, ich kann es kaum fassen vor Freude!» Das die erste Reaktion der Sprung-Europameisterin und Vize-Weltmeisterin 2009, die dieses Jahr den Sprung aus Podest nicht schaffte (5. an der EM, 4. an der WM). Mit 35,72 Stimmprozenten gewann Kaeslin indes deutlich vor Orientierungsläuferin Simone Niggli (24,51 Prozent) und Triathletin Nicole Spirig (23,34 Prozent).

Kaeslin wie Rominger

Nur ein Mann hat bisher in der Schweizer Sportgeschichte den Ehren-Hattrick von Ariella geschafft: Ex-Radstar Tony Rominger, Sportler der Jahre 1992 bis 1994 und Vater von Tochter Rahel, ebenfalls eine Kunstturnerin. Voller Freude und sichtlich gerührt widmete Ariella Kaeslin ihre dritte Trophäe ihrem ebenfalls in TV-Studio anwesenden Trainer Zoltan Jordanov, ihrer Familie und allen ihren Fans. Ihre erneute Ehrung betrachtet Kaeslin auch als Verpflichtung: «Ich will möglichst viele junge Menschen animieren, Sport zu treiben - wenn möglich natürlich auch zum Kunstturnen heranführen.» Hochkarätig waren dann die ersten Gratulanten. «Wintermeister, Miss Schweiz, Mister Schweiz und jetzt noch dieser tolle Hattrick - es wird langsam unheimlich in Luzern», schmunzelte alt Bundesrat Adolf Ogi. Miss Schweiz Kerstin Cook gratulierte übrigens mit ihrem Freund, FCL-Spieler Silvan Büchi.

Ariella Kaeslin und Simon Ammann strahlen als Schweizer Sportlerin und Sportler des Jahers (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
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Sie vertraten die Zentralschweiz: Gary Furrer (links), Ariella Kaeslin und Viktor Röthlin. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Alt Bundesrat Adolf Ogi mit Christoph Kunz. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Die Krienser Miss Schweiz Kerstin Cook kam mit ihrem Freund, FCL-Spieler Silvan Büchli. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Gutgelaunt: TV-Star Bernard Thurnheer und Ariella Kaeslin. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Bernhard Russi und seine Ehefrau Mari. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Ex-Skistar Michael von Grünigen mit seiner Ehefrau Anna. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
SF-Fussballexperte Alain Sutter mit seiner Ehefrau Melanie. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Ex-Fussballstar Andy Egli mit seiner Ehefrau Silvana. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Skicross-Olympiasieger und Newcomer des Jahres Mike Schmid (links) mit Schwingerkönig Kilian Wenger. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Der sichtlich stolze Sieger Simon Ammann beim Interview mit dem Schweizer Fernsehen. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Gary Furrer mit seiner Ehefrau Imalda. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Asuber-Teammanager Beat Zehnder mit seiner Ehefrau Nadine. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Viktor Röthlin kam mit seiner Ehefrau Renate. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Adolf Ogi (links) mit Snowboard-Olympiasiegerin Tanja Frieden und ihrem Freund, Speed-Skitrainer Stefan Abplanalp. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Der dreifache Schwingerkönig Jörg Abderhalden mit seiner Ehefrau Andrea. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Adolf Ogi (rechts) im Gespräch mit dem abtretenden SRG-Generaldirektor Armin Walpen. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Verkehrshaus-Direktor Daniel Suter (links, künftiger CEO von Swiss Olympic) und SRG-Vize Daniel Eckmann. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Sassen nebeneinander im TV-Studio: Gary Furrer (links) und Adolf Ogi. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Skiverbands-Präsident Urs Lehmann mit seiner Ehefrau Conny Kissling. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Eiskunstläuferin Sarah Meier (rechts) kam mit ihrer Schwester Nadja. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Er kreiierte die goldene Award-Statuette: Künstler und Ex-Komiker Stephan Schmidlin mit seiner Partnerin Geraldine Dondit. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Elegant: Viktor Röthlin und Ariella Kaeslin. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Adolf Ogi (links) begrüsst Viktor und Renate Röthlin. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Jörg und Andrea Abderhalden im Gespräch mit Rad-Mäzen und Hörgeräte-Gigant Andy Rihs (rechts). (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Stadionbauer und Spitzensegler Bruno Marazzi mit seiner Ehefrau Elisabeth. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Ariella Kaeslin und Simon Ammann strahlen als Schweizer Sportlerin und Sportler des Jahers. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Ariella Kaeslin beim Interview-Marathon nach ihrer Wahl zur Schweizer Sportlerin des Jahres. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Ariella Kaeslin beim Interview-Marathon nach ihrer Wahl zur Schweizer Sportlerin des Jahres. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
Swiss Ski-Direktor Andreas Wenger mit seiner Ehefrau Judith. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)
CSI Zürich-Reiturnierchef Urs Theiler (links) mit seiner Ehefrau Christine und seinem Sohn Ronny (rechts) und dessen Freundin Fiona. (Bild: André Häfliger/Neue LZ)

Ariella Kaeslin und Simon Ammann strahlen als Schweizer Sportlerin und Sportler des Jahers (Bild: André Häfliger/Neue LZ)

Federer nur Dritter

Bei den Männern gab es eine Schmach für Roger Federer: Der Tennisstar wurde mit 18,39 Stimmprozenten nur Dritter, geschlagen noch von Schwingerkönig Kilian Wenger (19,35 Prozent) und regelrecht abgehängt vom vierfachen Skisprung- Olympiasieger Simon Ammann (32,15 Prozent). Gewählt wurde in einem Prozent-Mix aus Stimmen von Sportlern, Medienleuten und TV-Publikum. Leer aus gingen die drei anderen Nominierten aus der Zentralschweiz: Der Obwaldner Marathon-Weltmeister Viktor Röthlin (Rang 7 und zum 4. Mal nominiert), der Wolhuser Gary Furrer (Ex-Meistertrainer von Ammann) sowie die Schwyzer Skirennfahrerin Fabienne Suter (Rang 5), die heute in St. Moritz im Super-G startet und daher in Zürich nicht dabei sein konnte. Einen Doppelsieg konnte Dany Ryser feiern: Der ehemalige Solothurner Meistercoach der U17-Fussball-Weltmeister, das erkorene Team des Jahres, wurde auch als Trainer des Jahres geehrt.

André Häfliger