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Hirnforscher mit Mission: Wie Gerald Hüther zum Aufklärer geworden ist

Wer ein Aufklärer sein will wie Gerald Hüther, der muss zu den Menschen gehen. Er tut es mit Büchern, die Titel tragen wie «Rettet das Spiel!», «Was wir sind und was wir sein könnten», «Lernlust» oder «Wie Kinder heute wachsen: Natur als Entwicklungsraum». Er tut es landauf, landab in Vorträgen, deren wesentlicher Teil ausgiebige Fragerunden sind und in denen all das zur Sprache kommt, was insbesondere junge Eltern heute beschäftigt. Und er tut es in seiner «Akademie für Potentialentfaltung». Die gemeinnützige Genossenschaft verfolgt das Ziel, «Gemeinschaften zu bilden, deren Mitglieder einander einladen, ermutigen und inspirieren», und bietet eine Reihe von Veranstaltungen an.

Es ist dies die zweite Karriere des 66-Jährigen. Die erste, auf der sie aufbaut, hat sich in der Hirnforschung abgespielt. Gerald Hüther hat an der Universität Leipzig Biologie studiert, ist dann aus der DDR geflohen und hat in Göttingen am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin auf dem Gebiet der Hirnentwicklungsstörungen gearbeitet. An der Universität Göttingen hat er gelehrt und bis 2013 die «Zentralstelle für neurobiologische Präventionsforschung» betrieben.

Auch wenn er die Gegenwart mit kritischen Augen sieht, betont Gerald Hüther doch immer, dass der Einzelne auch etwas tun kann. «Nutzen Sie Ihren Spielraum», rät er denn auch in Davos seinem Publikum. Und zu jenen, die unzufrieden sind mit der Schule ihrer Kinder, sagt er: «Tun Sie sich zusammen. Und nehmen Sie die Lehrpersonen dazu. Die kreativsten Lösungen können nur im Austausch mit anderen gefunden werden.» (R. A.)

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