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Im deutschen Sprachraum einmalig

Forschung 1999 wurde Aram Mattiolizum ­Ordinarius für Geschichte der Neuesten Zeit an der Universität Luzern berufen. Ab 2011 begann er sich wissenschaftlich mit den First Peoples von Amerika zu beschäftigen. Nach Arbeiten über das faschis­tische Italien wollte er einen neuen Schwerpunkt in Luzern etablieren, in dem erneut Massengewalt und verdrängte Konflikte im Schatten der Mainstream-Themen eine Rolle spielten. «Ich will in der Geschichte etwas entdecken und mir zudem historische Sachverhalte auch selber erklären.»

Mattioli stellte damals fest, dass es über die Zerstörung des indianischen Nordamerikas wohl eine intensive und von neuen Fragestellungen getriebene Forschung in den USA und Kanada gab, deren Resultate aber kaum bis zu uns durchgedrungen waren. Das motivierte ihn, mit «Verlorene Welten» eine Synthese zu schreiben, wie sie für den deutschsprachigen Raum noch nicht existierte. Zweimal reiste er nach Nordamerika, besuchte Reservate und historische Gedenkstätten und kam in Kontakt mit den Natives. «Das war notwendig. Man kann solche Bücher nicht nur am Schreibtisch schreiben.»

Nordamerika-Schwerpunkt in Luzern

Inzwischen haben auch seine wissenschaftlichen Mitarbeiter am Historischen Seminar begonnen, über die ­Native Americans zu forschen. 2016 hat Manuel Menrath mit «Mission Sitting Bull» auf sich aufmerksam gemacht. Darin thematisierte er die Geschichte der katholischen Sioux und beleuchtete die zwiespältige «Zivilisierungsarbeit» des Einsiedler Benediktiners Martin Marty und seiner Missionsgehilfen.

Auch liegen erste Bachelor- und Masterarbeiten vor, die sich mit dem indianischen Nordamerika auseinandersetzen. 2014 wurde der bekannte Wissenschaftler und Buchautor Colin G. Calloway, Professor für Native American Studies am Dartmouth College, von der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern zum Ehrendoktor ernannt. Mattioli freut sich: «Wir sind daran, im Bereich der Neuen Geschichte einen Nordamerika-Schwerpunkt zu etablieren. Da sind wir in Luzern die Einzigen in der Schweiz.» (pb)

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