ITALIEN/SCHWEIZ: Ausbrecherpaar will nicht kooperieren

Nach sechs Wochen Flucht wurde das Ausbrecherpaar Angela M. und Hassan K. in Italien gefasst. Sie sitzen in Untersuchungshaft und zeigen bisher keinerlei Willen zur Kooperation.

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Das Fahndungsfoto von Hassan K. und Angela M. (Bild: Kantonspolizei Zürich)

Das Fahndungsfoto von Hassan K. und Angela M. (Bild: Kantonspolizei Zürich)

Das geflüchtete Paar Angela M. und Hassan K. sitzen in Italien im Gefängnis. Auch nach ihrer Auslieferung in die Schweiz bleibt das Paar wohl in Haft. K. hat sich mit seinem Fluchtversuch seine Chancen auf Hafterleichterung oder vorzeitige Entlassung verwirkt, schreibt die «Schweiz am Sonntag».

Zudem könnte er laut dem Zürcher Anwalt Valentin Landmann wegen Anstiftung verurteilt werden. Der ehemaligen Wärterin M. droht eine Verurteilung wegen Befreiung eines Gefangenen und Amtsmissbrauchs. Bis zu drei Jahre Haft wären möglich. Landmann zur «Schweiz am Sonntag» Sollten die beiden schon im Gefängnis Sex gehabt haben, dürfte dies als sexuelle Handlung mit einem Gefangenen taxiert werden.» Laut Strafgesetzbuch ist es verboten, ein Abhängigkeitsverhältnis auszunützen. Sicher dürfte auch M. wegen Fluchtgefahr zunächst einmal in Untersuchungshaft bleiben.

Angriffe auf Polizisten

Bei der Verhaftung habe sich M. vehement gewehrt. Die Thaiboxerin musste von vier Carabinieri überwältigt werden. Bei Polizeibefragungen zeigten sie keinen Willen zur Kooperation, sagt der Mailänder Polizeikommandant Paolo Storoni im «Sonntagsblick». M. habe Polizisten verbal und tätlich angegriffen.

Das Versteck

Sechs Wochen lang war es dem Paar gelungen, sich vor den Behörden zu verstecken. In einem Hochhaus in Romano di Lombardia richteten sie sich ein. Die Wände waren mit arabischen Schriftzeichen bemalt worden. Der Polizeikommandant Storoni sagte zum «Sonntagsblick», dass das Versteck schlau gewählt worden sei, da die Wohnungen im Haus schwarz untervermietet würden.

zfo