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JAMES CAMERON: «Avatar»-Star behält die Bodenhaftung

Auch er ist am Wef dabei: James Francis Cameron. Der Starregisseur (insgesamt 11 Oscars) ist einer der gefragtesten Männer am Wef in Davos.
Avatar-Regisseur James Cameron am Wef in Davos. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Avatar-Regisseur James Cameron am Wef in Davos. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Wo immer er hingeht, die Leute jubeln ihm zu und sie eilen zu ihm auf den tief verscheiten Strassen, um ein Autogramm zu ergattern. «Wahnsinn, man muss mich ja hier richtig abschotten», schmunzelt der 55-jährige Kanadier James Cameron, der in Hollywood alles erreicht hat, was es zu erreichen gibt. Mit «Titanic» und «Avatar» (Golden Globe 2010) hat er die beiden erfolgreichsten Filme aller Zeiten in die Kinos der Welt gezaubert. Steht ihm der Erfolg nicht langsam zu Kopf? «Nein, nein», wiegelt er ab. «Ich bleibe immer schön auf dem Boden. Denn ich weiss, dass auch ich mal ganz klein begonnen habe. Und ich bin für das, was ich erreicht habe, einfach unendlich dankbar.»

Der Blitzerfolg und der Rummel um den 3D-Hit «Avatar» haben ihn «in dieser Grössenordnung echt überrascht», aber natürlich auch sehr gefreut, gibt Cameron zu. Vom Davoser Forum sei er «wirklich beeindruckt», führt Oscar 2010-Topfavorit Cameron weiter aus. «Es ist gut, wenn die Topshots dieser Welt sich nicht bekriegen, sondern zusammenkommen und miteinander reden.» Der Perfektionist und Workaholic, wie er sich selber bezeichnet, lobt auch die sozialen und kulturellen Engagements, die er am Forum vorgefunden hat. «Wenn sich die Ehefrau vom Forumschef Schwab für soziales Unternehmertum und Bill Clinton für Haiti einsetzen, kann das nur gut sein. Und wenn Kulturschaffende für eine bessere Welt kämpfen, hat das Vorbildcharakter.»

Ein Herz für die Natur
Ist er selber denn ein Vorbild? «Nun, ich kann von mir behaupten, dass ich ein sehr disziplinierter Mensch bin, auch wenn ich am Set manchmal als Tyrann verschrien bin. Zudem habe ich ein Herz für die Natur und die Umwelt.» Stimmt: Seine Villa wird gänzlich mit Solarstrom betrieben und liefert noch überflüssige Energie ans örtliche Stromnetz. Zusätzlich will er Windräder aufstellen und fährt ein Hybridauto. Und: Seine fünfte Ehefrau Suzy Amis arbeitet an einer Reformschule, in der Kinder ihr Essen selbst anbauen müssen.

Promis zücken den Hut
Kein Wunder, zückt auch die Wef-Prominenz vor Cameron den Hut. «Wer seine eigenen Titanic-Rekorde bricht, muss ja ein Meister seines Faches sein», attestierte Miss Schweiz Linda Fäh, die sich am Forum zusammen mit Vize-Königin Tabea Schulthess für Malariakranke einsetzt. Genauso wie der britische Oppositionsführer David Cameron. «Ja, ja, ich habe auch schon Glückwünsche erhalten», lachte der Cameron-Namensvetter. «Bei Avatar hat es mich fast in die Leinwand reingesogen», schmunzelte Starautor Paolo Coelho am grossen Kultur-Dinner. Und gab den Fans noch einen Gratistipp: «Nicht zu weit vorne und nicht zu weit hinten sitzen. In der Mitte ist das Brillenerlebnis am eindrücklichsten.» Zarin Mehta, der Präsident der New Yorker Philharmoniker, kam ins Grübeln: «Avatar? Muss ich mir das wirklich antun?» Lucerne Festival-Intendant Michael Haefliger empfahl: «Ja, Maestro, sie werden es kaum bereuen.»

André Häfliger

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