«JASS4SPORT»: Promi-Jassen für einen guten Zweck

Es wurde gejasst im «Seeland» in Sempach. Dies für einen guten Zweck – und erst noch mit Prominenz.

Drucken
Teilen
Volle Konzentration: Ex-Skistar Paul Accola. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Volle Konzentration: Ex-Skistar Paul Accola. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Knapp 100 begeisterte Jass-Fans hatten sich am Dienstagabend im Restaurant des ehemaligen FCL-Fussballers Hanspeter «Hansi» Burri versammelt, um am 1. Benefiz-Jassturnier «Jass4Sport» mitzumachen. Locker durchmischt mit prominenten Teilnehmern wurde in Vierergruppen der Einzelschieber mit zugelosten Partnern gespielt. So kamen alle auf insgesamt 36 Spiele, die gewertet wurden. Dem Sieger winkte ein von Tennisstar Roger Federer signiertes Sport-Shirt. Ernst Marti aus Kriens, seit 21 Jahren Jass-Schiedsrichter bei Monika Fasnachts«Samschtig-Jass», überwachte das Turnier, das vom ehemaligen Fussballer Stefan Wolf und «Radio Zürisee»-Marketigchef Matthias Kost, beides ebenfalls Luzerner, organisiert wurde.

Fast vier Stunden lang wurden die Karten gemischt, ausgegeben und wieder zusammen gesammelt. Danach konnten die Organisatoren eine erfreuliche Bilanz ziehen: Rund 7000 Franken sind für das Projekt von Stefan Wolf, das seit zweieinhalb Jahren junge Sportlerinnen und Sportler betreut und finanziell unterstützt, zusammen gekommen. «Inzwischen sind es 18 Jungsportler, denen wir helfen können. Jung, ehrgeizig und talentiert müssen sie sie sein», erklärte Stefan Wolf, der sieben Jahre lang beim FC Luzern spielte. «Mit dieser schönen Summe haben wir unser erstes Ziel erreicht», freute sich Matthias Kost. Beide Veranstalter sind somit «echt motiviert», das Benefizturnier in Zukunft jedes Jahr durchzuführen.

Accolas Jass-Coup
Motiviert und konzentriert ging auch die Prominenz an den Start. Welches war ihr verrücktestes Jass-Erlebnis? «Das war in Chile», erinnerte sich der Davoser Bagger-Pilot und Ex-Skistar Paul Accola, der vor fünf Jahren seine Sportkarriere beendete. «Es war noch zu meiner Aktivzeit, als wir Schweizer Skifahrer innerhalb von zehn Minuten rund 10'000 Franken Gewinnsumme einjassten.» Da lachte Ex-Handballer Carlos Lima: «Zehn Minuten brauche ich, um alleine alle Karten in meiner Hand zu erkennen und sie richtig einzuordnen?» Nun, das ist wohl etwas übertrieben. Immerhin jasste Lima mit seinen Kollegen als Teenager oft von Samstag bis Sonntag die ganze Nacht durch. «In den Ausgang durften wir nicht, jassen aber schon», grinste Lima.

Jasstisch im Nati-Car
«Ich bin absolut keine Turnier-Jasserin», erzählte Karin Thürig. Die ehemalige Luzerner Radrennfahrerin mag aber «ganz generell» Spiele, besonders Kartenspiele: «Aber das wirklich nur zum Spass, eine spannende Art eben, sich die Zeit zu vertreiben – auch wenn man unterwegs ist.» Zeitvertrieb – das sei, so Matthias Kost – wohl auch der Grund, weshalb so viele Spitzensportler jassen. «Kein Wunder, hat der Luzerner Heggli-Car der Schweizer Nationalmannschaft inzwischen einen Jasstisch an Bord», schmunzelte Kost, der übrigens in der ganzen Schweiz auch die beliebten, handlichen Jassboxen vertreibt.

Jassturnier

André Häfliger