JUBILÄUMSFEIER: Ringier rief – und 1700 illustre Gäste kamen

Ein solches Freudenfest hat das Luzerner KKL noch selten erlebt: In sämtlichen KKL-Räumen und auf zusätzlich fünf SGV-Schiffen am Inseli-Landesteg feiert das grösste Verlagshaus Ringier am Freitag und am Samstag sein 175-jähriges Bestehen.

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Warmer Empfang von Gastgeberin Ellen Ringier für den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Warmer Empfang von Gastgeberin Ellen Ringier für den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

1700 hochkarätige Gäste waren am Freitag zum grossen Festakt geladen. Angeführt von Deutschlands ehemaligem Bundeskanzler Gerhard Schröder. «Wenn man 175 Jahre ein Familienunternehmen erfolgreich leitet, muss das fast zwangsläufig zu einer gewissen Gelassenheit führen», schmunzelte der SPD-Spitzenpolitiker, der nicht zum ersten Mal in «der unvergleichlich faszinierenden» Stadt Luzern weilte. Welch ein Zufall: Sein Lieblingskoch, Bernd Schützelhofer vom «Kronenhof» in Pontresina, schwingt die Kelle für ein paar Wochen gerade bei Urs Karli im Luzerner «Latino»?

Loblied auf Luzern
Auch Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, der herzlich von Luzerns Stadtpräsident Urs W. Studer und der Luzerner Verlegersgattin Ellen Ringier begrüsst wurde, weilte «selbstverständlich» nicht zum ersten Mal in unserer Stadt. «Die ganze Region ist einfach hinreissend schön. Man spürt die Wärme des Herzens der Schweiz – vor allem auch bei den Menschen.» Verleger Hubert Burda (unter anderem «Bunte», «Focus») pflichtete dem «nur allzu gerne» bei: «Luzern erreicht annähernd den Charme meiner geliebten Feriendestination Oberengadin, dem Festsaal der Alpen.» Friede Springer, die Witwe von Verleger Axel Springer, freute sich ebenso: «Einfach toll, dass unser lieber Freund Michael Ringier sein Jubiläumsjahr hier in Luzern beendet.»

Weltweiter Aufwand
32 Veranstaltungen in neun Ländern hatte Ringier zu seinem Jubiläum durchgeführt. Geleitet von einem sechsköpfigen Team um den Luzerner Konzern-Kommunikationschef Marco Castellaneta. Feierlicher Schlusspunkt war nun vor der Feier am Samstag mit 3500 Ringier-Leuten am Freitag der Festakt, charmant moderiert von den beiden Auszubildenden Tamara Dorigoni und Michelle Samely. Stars auf der Bühne waren unter anderen das 100-köpfige Schweizer Jugendsymphonie-Orchester unter der Leitung von Kai Rumann, Harfen-Star Andreas Vollenweider, die Einsiedler Jodlerin Nadja Räss sowie Solistin Jing Yang aus Peking. Zürichs Opernhaus-Direktor Alexander Pereira brachte Elena Mosuc mit einer Donzetti-Arie als Geschenk mit.

Die Giacobbo-Lacher
Satire-Star Victor Giacobbo machte witzige Sofa-Interviews – auch mit den Schwestern von Michael Ringier, den Konzern-Teilhaberinnen Evelyn Lingg-Ringier und Annette Ringier. Viel beachtet waren alle Ansprachen: Jene von Michael Ringier ebenso wie die Worte von Ringier-CEO Martin Werfeli, Hubert Burda, Alexander Pereira und schliesslich war auch das Referat von Medienminister Moritz Leuenberger. Der Medienminister brachte die Ringier-Urgesteine «Ringgi und Zofi» ins Gespräch und sagte an die Wurzeln mahnend: «Die Globalisierung als neue Ordnung hat nur Bestand, wenn 'Ringgi und Zofi' das Mass aller Dinge bleiben.»

André Häfliger