«KAMPF DER CHÖRE»: Bernhard: «Mein Chor hat keine Schwächen»

Padi Bernhard (40) aus Brunnen steht neben Opernstar Noëmi Nadelmann (48) und Sänger Gustav (35) am Sonntagabend im Final der TV-Sendung «Kampf der Chöre». Wie beurteilt er seine Chancen?

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Padi Bernhard blickt erwartungsfroh dem Finale von «Kampf der Chöre» entgegen. (Archivbild Neue SZ)

Padi Bernhard blickt erwartungsfroh dem Finale von «Kampf der Chöre» entgegen. (Archivbild Neue SZ)

Padi Bernhard, wie nervös sind Sie vor dem Final? Was haben Sie sich vorgenommen – Bronze, Silber oder Gold?
Padi Bernhard: Ich bin jetzt überhaupt nicht mehr nervös. Ich war es während der letzten Wochen dauernd und schlief deswegen auch sehr schlecht. Durch das Erreichen des Finals legt sich nun die ganze Anspannung und ich habe diese letzte Woche mit all den Proben sehr geniessen. Es ist für uns eigentlich nicht mehr so wichtig ob, es nun Bronze, Silber oder Gold geben wird. Das Finale zu erreichen war, das unser höchstes Ziel.

Der Hauptgrund: Warum muss das TV-Publikum Ihren Chor wählen?
Bernhard: Das TV-Publikum wählt am Sonntag seinen Lieblingschor. Die Faktoren, die dafür ausschlaggebend sind, weiss keiner so genau. Ob dies nun die ausgebildeten Stimmen von Noëmi Nadelmanns Chor oder die Originalität von Gustavs Arrangements sind, wird sich zeigen. Ich würde mich sehr freuen, wenn man meinem Chor seine Stimme gibt, weil er der «normalste» und vermutlich auch der emotionalste Chor war. Der Chor mit dem brennenden Herzen halt?

Was macht Ihr Chor gegenüber den beiden anderen Finalisten stark? Hat Ihr Chor eine Schwäche?Bernhard: Mein Chor ist derjenige, der alle ausgewählten Songs des Chorleiters immer extrem professionell umgesetzt hat. Wir kamen stets topvorbereitet nach Kreuzlingen. Wir haben alles selber gemacht und zu jedem Song eine eigene Choreografie einstudiert. Ausserdem wird jede der 20 Stimmen in meinem Chor bis zum Final einmal einen Solopart gehabt haben. Das habe ich noch bei einem andern Chor gesehen und das macht mich sehr stolz. Mein Chor hat keine Schwächen, nur starke Stimmen und eine grandiose Ausstrahlung.

Stehen die richtigen drei Chöre im Final? Sollte jener von Fabienne Louves nicht auch um den Sieg mitkämpfen dürfen?
Bernhard:
Das ist eine schwierige Frage. Wie soll ich wissen, ob ein anderer Chor hätte im Final stehen sollen? Dann könnte man sich ja auch fragen, wieso Maja Brunner und ihr Chor schon so früh gehen mussten. Hätten sie nicht auch eine zweite Chance verdient gehabt? Das Schweizer Volk hat in den letzten Wochen wie wild gevotet und nun seine drei Finalisten gewählt. Und das sind nun wir drei! Tut mir leid für alle andern Chöre, denen es nicht gereicht hat. Gegönnt hätte ich es jedem einzelnen Chor.

Welche Finallieder werden Sie am Sonntagabend vortragen – und, ganz kurz, warum haben Sie diese Wahl getroffen?
Bernhard:
Wir werden im Final Mikas «Lollipop» und Celine Dions «Ne partez pas sans moi» singen. Wieso? Ganz einfach, weil mir die Songs gefallen, weil die Texte zur Stimmung passen und weil ich finde, dass sie am besten ins grosse Finale passen, das wir nun tatsächlich erreicht haben. Den allerersten Final der «Kampf der Chöre» mit dem grössten Eurosong-Hit aus Schweizer Sicht zu beenden, könnte doch überhaupt nicht besser sein, oder?

Haben Sie Glücksbringer dabei?
Bernhard:
Ich habe tatsächlich einen Glücksbringer dabei, aber ich verrate nicht, was es ist. Irgendwie komisch, denn ich glaube eigentlich nicht an solche Dinge. Grundsätzlich hat mir aber mein ganzer Chor Glück gebracht und ich werde ihnen allen ewig dankbar dafür sein, dass sie mir einen grossen Traum erfüllt haben. Ich werde diese Zeit mit ihnen mein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen.

Kurz: Welches sind jetzt Ihre nächsten Pläne?
Bernhard:
Weihnachten feiern, mit «Bernhard» live im Luzerner Stadtkeller auftreten, auf das neue Jahr anstossen und dann, wenn?s Gott will, mit meinem Chor vielleicht noch zwei, drei Tage lang Venedig besuchen?

André Häfliger

HINWEIS
«Kampf der Chöre», die Finalsendung am Sonntag, 28. November um 20 Uhr auf SF1.