«KAMPF DER CHÖRE»: Gustav siegt, Padi holt Silber

Der Kampf der Chöre ist entschieden: Das TV-Publikum hat am Sonntagabend das Team um den Freiburger Sänger Gustav (35) zum Siegerchor erkoren.

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Moderator Sven Epiney (rechts) zeigt auf Sieger Gustav; daneben Noëmi Nadelmann (3.) und Padi Bernhard (2.). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Moderator Sven Epiney (rechts) zeigt auf Sieger Gustav; daneben Noëmi Nadelmann (3.) und Padi Bernhard (2.). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Die 20-köpfige Schwyzer Formation um Ex-Mash-Sänger Padi Bernhard (40) schaffte es in der SF-Livesendung aus Kreuzlingen – mit den meisten Fans in der voll besetzten «Arena»-Halle – auf den hervorragenden Silber-Platz, vor dem Chor der Zürcher Star-Sopranistin Noëmi Nadelmann (48). Bereits bei den «Grössten Schweizer Hits» musste Padi Bernhard (mit «Ewigi Liäbi») einmal mit dem zweiten Rang (hinter Polo Hofers «Alperose») an einer TV-Publikumswahl vorliebnehmen.

«Das bin ich mir ja gewohnt», schmunzelte der Sänger aus Brunnen. «Für mich ist das aber alles andere als ein undankbarer Rang, es ist hier ein riesiger Erfolg meines Chores, dem ich für alles unendlich dankbar bin.» Zukunftspläne schmiedet Bernhard mit seiner Formation keine: «Mit dem Final endet dieses fantastische Abenteuer für uns alle. Wir haben keine Kapazitäten, um weiterzumachen. Geplant ist nur noch ein Auftritt für unsere treuen Fans.»

Sieger will weitermachen
Als Glücksbringer trug Padi Bernhard einen kleinen, hellen Stein in seiner linken Hosentasche, den er im September zu seinem 40. Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Der Siegerchor von Gustav, der eigentlich Pascal Vonlanthen heisst und als Glücksbringerin seine Ehefrau, Radio-Freiburg-Programmleiterin Petra Salvisberg, im Saalpublikum hatte, schmiedet indes jetzt schon Zukunftspläne. «Wir bekommen fast täglich mehrere Anfragen. Jetzt gehts erst richtig los», strahlte Topfavorit Gustav, der in den sechs Sendungen als komplettester Dirigent auftrat, immer selber tatkräftig mitsang und auch mit verschiedenen Instrumenten mitspielte.

Fabiennes Geschenkwunsch
Alle acht Chöre der ersten Staffel hatten sich in Kreuzlingen zum grossen Finale auf der Bühne versammelt. Fabienne Louves trägt das Aus vor zwei Wochen immer noch mit grosser Fassung, freut sich mit ihrem Chor jetzt auf den «von Anfang an grossen Erfolg» ihres neuen Hits «Wiehnachtsgschänk». Welches Geschenk wünscht sich denn Fabienne, die übrigens allen drei Finalisten den Daumen drückte, aber auf Gustav als Sieger getippt hatte, zu Weihnachten? «Eine schöne Uhr, das wärs», erklärte die Luzerner Sängerin. Maja Brunner, die mit ihrem Chor die Segel bereits in der ersten Sendung streichen musste, gab sich neutral: «Ich habe allen drei die Daumen in gleicher Stärke gedrückt.»

Wird der «Kampf der Chöre», der erfolgreich gestartet ist, nun fortgeführt? «Das wissen wir noch nicht, das wird aber sicher zur Diskussion stehen», erklärte SF-Sprecher Harry Zenklusen gegenüber unserer Zeitung. Die Sonntagabend-Livesendung hatte im Schnitt immer über 600 000 TV-Zuschauer, zu Spitzenzeiten waren sogar knapp eine Million TV-Fans dabei.

André Häfliger, Kreuzlingen

Sendug verpasst? Kein Problem: