KNIE-GALA: Mehr Geld für das fünfte Spital

Über eine halbe Million Franken konnte Arzt und Cellist Beat Richner für seine Kinderspitäler Kantha Bopha in Kambodscha an seiner 16. Benefizgala im Zirkus Knie in Zürich sammeln. Und er trat auch selber auf – als ein Cellist «Beatocello».

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Beat Richner. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Beat Richner. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Wie läuft Ihre Arbeit in Kambodscha?

Beat Richner: Sehr gut, danke! Ohne uns würden täglich bis zu 30'000 Kinder sterben. 2060 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behandeln in unseren fünf Spitälern täglich gegen 4000 Kinder, bis 400 werden jeden Tag neu hospitalisiert. Das kostet uns 25 Millionen Franken im Jahr.

Sie starten jetzt zusätzlich wieder eine 20er-Nötli-Aktion?

Richner: Ja, ausschliesslich Geld für unser fünftes Spital im Norden des Landes. Dort brauchen wir dringend Bauten und Labors, damit wir rund 130 Kinder am Tag nicht mehr nur auf dem Boden und draussen behandeln müssen. Wir sind sehr zuversichtlich: Die letzte Nötli-Aktion vor vier Jahren brachte uns 15 Millionen Franken.

Warum haben Sie 91'000 Franken abgelehnt, die Ihnen ein Nacktbild von Carla Bruni eingebracht hätte, abgelehnt?

Richner: Nur aus moralischen Gründen. Das wäre, nicht zuletzt wegen dem hohen Anteil muslimischer Bevölkerung, nur kontraproduktiv gewesen. Der König von Kambodscha hat mir zu meiner Haltung gratuliert – und ein anonymer Spender hat und aufgrund der Ablehnung gleich 300'000 Franken gegeben?

Was ist, wenn Beatocello einmal nicht mehr Geld sammeln will?

Richner: Unser Ziel, dass die Spitäler ohne mich funktionieren, haben wir erreicht. Noch aber läuft der Geldfluss nicht ohne mich. Aber wir sind daran, Wege und Mittel zu finden, unsere Finanzierung auf zehn Jahre hinaus zu sichern. Dies mit Hilfe der kambodschanischen Regierung und globalen Hilfsorganisationen.

Was sagen Sie zur Unwetterkatastrophe in Burma?

Richner: Schrecklich! Die Nachrichten laufen mir kalt den Rücken hinunter. Dieses Land braucht jetzt dringend ganz schnelle, grosse und unbürokratische Hilfe aus der ganzen Welt! Und eine Regierung, die diese Hilfe rasch aufnimmt und wirkungsvoll umsetzt.

André Häfliger, Zürich

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